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Das schlaue Füchslein - Oper in drei Akten von Leoš Janácek
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Das schlaue Füchslein - Oper in drei Akten von Leoš Janácek »Schwarz und fremd wie die Nacht war der Wald – aber meine Freiheit!« Vom Leben der Füchsin Schlaukopf bei den Menschen und den Tieren im Wald erzählt der »tschechische Sommernachtstraum«. Im Wald vom Förster gefangen, kämpft sie auf seinem Hof um ihre Freiheit. Schließlich kann sie entfliehen und kehrt zurück in den Wald, wo sie den Dachs aus seiner Höhle verjagt und mit dem Goldfuchs eine Familie gründet. Schon bald weist sie ihre Jungen in die Gefahren des Lebens ein und lehrt sie, die Falle des Försters zu meiden. Doch ihr größter Gegner, der Wilderer Háraschta, streckt sie mit seinem Gewehr nieder. Eng verwoben mit der Tierfabel kämpfen die Menschen gegen ihre Unvollkommenheit. Während die Förstersfrau das vom Füchslein ins Haus gebrachte Ungeziefer bekämpft, träumen der Förster, der Lehrer und der Pfarrer von der Liebe der unabhängigen Zigeunerin Terynka. Deren Gunst gewinnt jedoch Háraschta, der sie mit Hilfe seines Hochzeitsgeschenks, einem Pelz-muff aus dem Fell der Füchsin, erobert. Im Wald blickt der Förster auf die Geschehnisse zurück und erkennt in einem jungen Füchslein den immerwährenden Kreislauf der Natur. Das schlaue Füchslein gilt als eine der originellsten und erfolgreichsten Schöpfungen Janáceks. Federzeichnungen von Stanislaw Lolek und die dazugehörigen Geschichten von Rudolf Tešnohlídek inspirierten ihn zu dieser Oper. Um den Klang der Natur zu erfahren und nachzubilden, führte er umfangreiche Naturstudien und Aufzeichnungen von Vogelgesängen durch. Als Waldidylle charakterisierte er selbst sein Werk und wollte damit symbolhaft das freie, von der Zivilisation unberührte Naturgeschehen und das Zusammenwirken aller Lebewesen zeigen. Dennoch ist die vermeintliche Märchenoper eine politische Fabel, die insbesondere das Partiarchat in Frage stellt und die Gleichstellung der unabhängigen, intelligenten Frau propagiert. Mit Hilfe des lang erprobten Mittels der Tierfabel hält Janácek dem Publikum einen Spiegel vor und appelliert für ein gleichberechtigtes Zusammenspiel aller Lebewesen im Einklang mit der Natur.
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