
Mit 32 Jahren ist Sidi Larbi Cherkaoui einer der gefeiertesten und weltweit erfolgreichsten Choreografen des zeitgenössischen Tanzes: Vor kurzem erhielt er den KAIROS-Preis 2009 der Alfred Toepfer Stiftung und wurde außerdem von Kritikern zum „Choreografen des Jahres 2008“ gewählt. Zur Spielzeiteröffnung zeigt Kampnagel die Arbeit des flämisch-marokkanischen Tanzvisionärs, die von der Kraft, Schönheit und Präzision der Shaolin-Kampfkunst inspiriert ist. Zusammen mit 17 buddhistischen Mönchen des Shaolin-Tempels in der chinesischen Provinz Henan, dem Ursprungsort des Shaolin Kung-Fu, hat Cherkaoui ein Tanzstück entwickelt, das zum spirituellen Kern dieser Kampfkunst vordringt. Dabei ist Sutra weder reiner Tanz noch Kung-Fu-Akrobatik, sondern vielmehr ein tänzerischer Dialog zwischen Cherkaoui und den 17 jungen Mönchen – eine intensive Begegnung mit dem Blick des jeweils anderen.
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