
Sie verspotteten die Polizei, zündeten die Schule an und besangen düster den Tod des Präsidenten. Sie ließen auf Partys den Flieger abheben, wollten Annemarie ficken, beschworen die Wonnen der Kleptomanie und die Abgründe des Kokain: Lange vor den Toten Hosen oder den Ärzten entdeckten fünf Jungs aus Hagen die Schönheit der 3-Minuten-Gitarrenhymne mit rotzig-subversiven Texten und eroberten bald darauf damit die Charts: Extrabreit, die Erfinder des deutschen Pop-Punks. Dafür wurden sie von renitenten Teenagern heiß geliebt , von Franz-Josef-Strauß‘ Bayerischem Rundfunk verboten und von der Punk-Avantgarde als Abzocker angefeindet . Schon in den 80ern waren Extrabreit eine legendäre deutsche Band und im Jahr 1982 mit zwei Goldenen Schallplatten auch die erfolgreichste.
30 Jahre später sind sie nicht mehr ganz so böse und rebellisch, aber authentisch ist Kai Havaii und seine Truppe nach wie vor.
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