Bild: 1. Heilbronner Konzert
1. Heilbronner Konzert Tickets jetzt im Vorverkauf sichern. Karten für das 1. Heilbronner Konzert live am 24.09.2014 in der Festhalle Harmonie in Heilbronn.
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Information zur Veranstaltung

Die Werke, mit denen die Saison 2014/2015 beginnt, sind Blüte eines künstlerischen Reifeprozesses und weisen gleichzeitig in die Zukunft.
 
Die ersten Töne der Saison sind Franz Schubert gewidmet. Sein Streichquartett d-Moll „Der Tod und das Mädchen“ hat WKO-Cellist Georg Oyen für das Streichorchester eingerichtet. Brieflich erklärtes Ziel des Komponisten, der gerade einige Krisenjahrehinter sich gebracht hatte, war es, sich über die Kammermusik „den Weg zur großen Sinfonie zu bahnen“. Den Beinamen „Der Tod und das Mädchen“ erhielt das Werk durch ein Selbstzitat aus dem gleichnamigen Klavierlied auf ein Gedicht von Matthias Claudius. Unter anderem dieser Tatsache verdankt das Quartett, das erst nach Schuberts Tod zur Uraufführung kam, seine heutige Bekanntheit. Doch auch als Instrumentalmusik wird es höchsten ästhetischen Maßstäben gerecht. Auch Schostakowitschs 14. Sinfonie ist ein markanter Ausdruck eines Künstlerlebens. Obwohl der Komponist erst sechs Jahre nach der Entstehung des Werkes verstarb, ist der Tod für den Kompositionsprozess ein zentrales und politisch sehr brisantes Thema, mit dem er sich, im Angesicht der Enthüllung der ungeheuren stalinistischen Verbrechen, lange beschäftigte. Den elf Sätzen des Werkes liegen Texte der Dichter Federico García Lorca, Guillaume Apollinaire, Wilhelm Küchelbecker und Rainer Maria Rilke in ihren jeweiligen Sprachen zugrunde. Schostakowitsch ordnet die Sätze zu einem Zyklus, der es von der privaten zur gesellschaftlichen, von der anekdotisch-konkreten zur philosophisch-verallgemeinerten Denksphäre hin auffächert. Hier ist sein „Lied von der Erde“ zu hören.
 
Franz Schubert // Streichquartett d-Moll D 810 „Der Tod und das Mädchen“
(Bearbeitung für Streichorchester Georg Oyen)
 
Dmitri Schostakowitsch // Sinfonie Nr. 14 op. 135