Bild: 12 heisst: Ich liebe dich - Brandenburger Theater
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Information zur Veranstaltung

Theaterstück nach dem Buch von Regina Kaiser und Uwe Karlstedt


„Die Gedanken sind frei, nicht wahr? Und die Sehnsüchte auch.“ Regina


Eine junge Dissidentin wird Anfang der 1980er Jahre wegen angeblicher Westkontakte in Hohenschönhausen von einem aufstrebenden Stasi-Offizier über Monate vernommen und schließlich von der DDR-Justiz abgeurteilt. In der Zeit der quälenden Verhöre geschieht das Unmögliche: Vernehmer und Dissidentin verlieben sich ineinander.
Nach Jahren wird die Gefangene vom Westen freigekauft und macht sich nach der Wende auf die Suche nach ihrem ehemaligen Vernehmer. Hohenschönhausen ist mittlerweile eine Gedenkstätte geworden, für die sie, die ehemals Verfolgte, nun arbeitet. Nachdem sie ihren Vernehmer von einst aufgespürt hat, verliebt sie sich erneut in ihn – und wird für die Leitung der Gedenkstätte untragbar.
Die Geschichte von Regina Kaiser und Uwe Karlstedt ist in doppelter Hinsicht unvorstellbar. Denn das, was zu DDR-Zeiten in Hohenschönhausen passierte, ist für die, die es nicht erleben mussten, nahezu unvorstellbar. Unvorstellbar ist aber auch, dass ausgerechnet an einem solchen Ort zwischen Dissidentin und Stasi-Offizier Gefühle entstanden sein sollen.
Doch die Geschichte beruht auf Tatsachen und muss erzählt werden. Anhand der Buchvorlage beschäftigt sich die Inszenierung mit Täter-Opfer-Beziehungen im
Stasi-System der DDR und der Erinnerungskultur heute. Jenseits von Kitsch oder Beschönigung nähert sich das Stück seinen Hauptfiguren und ihrer widersprüchlichen Beziehung.

„Ein Verhör, ein Stasibeamter, eine Gefangene, ein Verhörraum, ein Tisch,
eine Schreibmaschine, ein Papierblock, Zigaretten, vier Hände, vier Augen –
die Topographie einer Liebe!“ Yaron Goldstein

Inszenierung: Yaron Goldstein

Gastspiel des TdA Stendal