230 V - (Ver)Wechselspannung - Garantiert (Ver)Wechselspannung Tickets - Oberhausen, Theater an der Niebuhrg

Event-Datum
Donnerstag, den 25. Mai 2017
Beginn: 16:00 Uhr
Event-Ort
Niebuhrstrasse 61-71,
46049 Oberhausen
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Theater an der Niebuhrg (Kontakt)

Ticketpreise
ab 24,00 EUR und Ermäßigungen
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Bild: 230 V - Garantiert (Ver)Wechselspannung
230V – Garantiert (Ver)Wechselspannung

Kennen Sie eigentlich die verrückteste Adresse Oberhausens? Stellen Sie sich vor, Sie wären das junge Paar Tom & Jenny, eine kuriose Mischung aus fanatischem Fußballproleten und einer extrovertierten Klischeeschwangeren und hätten sich nichts ahnend für eine Mietwohnung in genau diesem ehrenwerten Haus entschieden. Unter dem Dach der kiffenden Waldorfpädagogin und Eigentümerin Dörthe Gerstmeyer-Hagenbeck leben nämlich neben seltsam riechenden Pflanzen die Charaktermieter der etwas anderen Art. Die direkte Nachbarschaft mit dem homosexuellen Hobby-Travestiekünstler „Simon Cheri“, dem „Men of Big Business“ Herrn Kaiser und der bayrischen Prostituierten „Eva Gina“ bietet dabei dauerhaft skurrile Begegnungssituationen. Was zudem Elektrizität mit 230V (Ver)Wechselspannung noch alles anrichten kann, präsentiert Ihnen das erstklassige Ensemble in einem Frontalangriff auf Ihre Lachmuskeln, stimmgewaltig eingebettet in Musical-Highlights und ohrwurmverdächtige Hits der Rock-Pop Geschichte. Seien Sie Willkommen in einer Show mit garantierter (Ver)Wechselspannung!


Musical Switch: Körpertausch durch Starkstromschlag

Fußballfan Tom Kowalski zieht mit seiner hochschwangeren Frau Jenny in ein „Ehrenwertes Haus“ („Ich war noch niemals in New York“), in dem „Ordnung“ (Original „Downtown“ aus „Der kleine Horrorladen“) herrscht. Doch die Bewohner stellen sich als skurril heraus: Da lebt die Prostituierte Eva Gina die „Männer“ („Die 3 Musketiere“) empfängt, Tür an Tür mit Versicherungsvertreter Herrn (Roland) Kaiser und dem „Sweet Transvestite“ („Rocky Horror Picture Show“) Simon Chérie (als köstlicher Conchita Wurst Aufschnitt). Auch die Hauseigentümerin und Psychologin Dörte Gestenmeyer-Hagenbeck ist nicht ganz „Klar“ (Jan Delay) im Kopf und zieht sich mit ihren singenden Hanfpflanzen gerne mal eine Tüte rein („Wir kiffen“, Stefan Raab). Während Jenny sich auf das Baby freut („Auf diesen Tag hab ich gewartet“ – „Tarzan“), will Tom nach einem Stromausfall, der die WM-Übertragung im Fernsehen gefährdet, am Sicherungskasten den Strom wiederherstellen und erzeugt einen „Flash“ (Queen), der die vier übrigen Bewohner die Körper tauschen lässt, da sie gerade mit Elektrogeräten hantieren. Herr Kaiser wird zu Simon Chérie, der jetzt Eva Gina wird, während diese den Körper von Dörte Gerstenmeyer-Hagenbeck übernimmt, die zu Herrn Kaiser wechselt. Klingt kompliziert, ist es auch…
Als Tom sein Missgeschick bemerkt, erinnert er sich an den Film „Zurück in die Zukunft“ und will ihnen per Blitz und Stromkabel „230 Volt in Sekunden“ („American Idiot“) durch die Körper jagen, um den Körpertausch rückgängig zu machen. Doch just beim „Stromschlag“ („Headlong“, Queen), hängen auch noch seine Frau und er am Kabel und das ist „Ein Rock´n´Roll zu viel“ („Starlight Express“). Jetzt ist Herr Kaiser in Toms Körper, der sich in Jennys schwangerer Hülle befindet, die als Eva Gina ihr Baby vermisst. Eva steckt in Herrn Kaisers Kleidern und Dörte und Simon switchen in den jeweils anderen und alle sind sich einig „Nein es reicht („It´s my life“, Bon Jovi) und Tom (also Herr Kaiser) fragt sich „Wie kann es möglich sein“ („Mozart“). Um in ihre alten Körper zu kommen, muss „Der Weg“ („Chasing Cars, Snow Patrol) zurückgenommen werden: jeder nimmt das Elektrogerät vom ersten Stromschlag in die Hand und Tom löst noch einmal am Sicherungskasten einen „Flash“ aus. „Was uns hier heut geschah“ („River Deep Mountain High“, Tina Turner) lassen alle zurück in ihren eigenen Körpern Revue passieren, denn „Es zählt nur das jetzt“ („Rent“).
Musikalische Komödie mit Identitätswechseln
Identitätswechsel sind in Film und Fernsehen ein beliebtes Komödienthema. Event-Stage entwickelte aus dieser Idee des gesamten 230 Volt-Kreativteams (Kira Maxein, Nadine und Thomas Esser, Patricia und Markus Psotta) die Rahmenhandlung für einen amüsanten Musical- und Rock-Abend mit 20 passenden Songs. Alle sechs Rollen haben so unverwechselbare Charakterzüge, dass die inneren Figuren in ihren neuen, äußeren Hüllen immer gut erkennbar bleiben – sei es durch Gestik und Mimik oder durch sprachliche Besonderheiten, wie sächsischem Dialekt. Die hohe Schauspielkunst aller Mitwirkenden besteht natürlich darin, die neue Rolle wirklich überzeugend zu übernehmen und das klappte bei den bislang durchgehend ausverkauften Vorstellungen ausgezeichnet. Ob schwules Händchen, proletenhaftes Gehabe, erotisches Flair, ökologischer Naturalismus, schwangerschaftliche Gefühlsregungen oder antiseptische Genauigkeit – alles wurde perfekt mit jedem neuen Stromschlag auf den nächsten Darsteller übertragen, was beim Publikum kein Auge trocken ließ.

Erneut ein gelungener Angriff auf das Zwerchfell
Nach den drei Teilen der „Reflection“-Musicalgalas und „Ladylike“ ist dem Team mit 230 Volt erneut ein gelungener Rundumschlag auf das Zwerchfell gelungen, nach dem man erneut Ausschau halten sollte

Theater an der Niebuhrg, Oberhausen