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53. Deutsches Jazzfestival Frankfurt 2022

1. Konzert:

hr-Bigband feat. Julia Hülsmann, Leitung: Theresia Philipp

Julia Hülsmann, Piano, Komposition, Arrangements
Theresia Philipp, Leitung, Arrangements
hr-Bigband

Julia Hülsmann liebt das Zusammenspiel mit Text und Gesang. Als das 47. Deutsche Jazzfestival 2016 sie anfragte, ob sie sich vorstellen könne, Beatles-Songs auf ihre eigene Weise neu zu interpretieren, nahm sie die Herausforderung bereitwillig an. Sie erweiterte ihr Trio um den Vokalisten Theo Bleckmann und den Gitarristen Ben Monder und begeisterte Publikum und Kritiker gleichermaßen.

Sechs Jahre später stellt sich Julia Hülsmann für das Frankfurter Festival einer anderen Herausforderung: Sie verlässt den gewohnten Rahmen ihres Trios und lässt sich auf die hr-Bigband ein. Kein gänzlich ungewohntes Terrain für die Pianistin, denn 2019 schrieb sie schon einmal ein komplettes Programm für die JazzBaltica All Star Band. „Sie sehen mich heute in einer ungewohnten Rolle, normalerweise verschanze ich mich hinter dem Klavier“, gestand sie damals. In Frankfurt kann sie sich getrost ans Klavier setzen, denn Theresia Philipp, frisch gekürt mit dem WDR-Jazzpreis für Komposition, wird die hr-Bigband leiten und übernimmt auch einen Teil der Arrangements. Und noch etwas ist anders als 2019: Die Bigband wurde damals um die schwedische Sängerin Lena Swanberg ergänzt. Für ihre Begegnung mit der hr-Bigband beschränkt sich Julia Hülsmann dagegen auf Instrumentalstücke.

Ein Faible für die Kunst der Auslassung, für feine Schattierungen und Zwischentöne zeichnet beide Musikerinnen aus. Mit der hr-Bigband steht ihnen ein hoch wandelbarer und sensibler Klangkörper zur Verfügung, der diese Qualitäten spielerisch umzusetzen weiß.

2. Konzert:

Quest (Liebmann, Beirach, McClure, Hart)

Dave Liebman, Saxofon
Richie Beirach, Piano
Ron McClure, Bass
Billy Hart, Drums

„Quest is a journey, not a destination”, formuliert Richie Beirach in den Liner Notes für das Album “Live 2008”. Seit 50 Jahren ist der Pianist zusammen mit seinem Freund „Lieb“ musikalisch unterwegs. Das Quartett „Quest“ ist dabei eine zentrale Konstante. 1981 ins Leben gerufen, steht die Besetzung mit Ron McClure und Billy Hart nun seit Jahrzehnten für höchste Standards im improvisierten Smallgroup-Jazz. Quest gehört „zu jenen AllStar-Formationen, die sich nie trennen, aber auch nie in der Routine einer Working Band erstarren“, wie Reinhard Köchl mal im jazzthing schrieb. Tatsächlich verkörpert Quest geradezu den Gegenentwurf zur Routine. „Jedes Konzert ist eine Geburt“, schreibt Beirach und, „wir fühlen uns wie im Auge eines Sturms. Es braucht große Meisterschaft und musikalische Reflexe in Lichtgeschwindigkeit, um jede Nacht im Spiel mit Quest zu überleben.“

Die steht natürlich außer Frage, wenn mit Dave Liebman einer der wichtigsten Sopransaxofonisten des Jazz, mit Richie Beirach ein gefeierter Pianist und harmonischer Neuerer, mit Ron McClure ein Meisterbassist und mit Billy Hart ein meisterlicher Rhythmiker und Klangmaler zusammen auf die Bühne gehen.

Es ist ihr bedingungsloses Ausliefern an den Moment inklusive der Möglichkeit des Scheiterns, aus der Quest die Kraft beziehen, ihr Publikum auf die Reise durch ein Wechselbad der Gefühle mitzunehmen und dabei nicht selten geradezu kathartisch zu erschüttern.