ACT Jubilee Night - 25 Years in the Spirit of Jazz - Nils Landgren Funk Unit, Wolfgang Haffner & Band, Julian & Roman Wasserfuhr Tickets - Leverkusen, FORUM Leverkusen

Event-Datum
Montag, den 06. November 2017
Beginn: 19:00 Uhr
Event-Ort
Am Büchelter Hof 9,
51373 Leverkusen
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Mecky Events GmbH (Kontakt)

Ticketpreise
ab 39,00 EUR und Ermäßigungen
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Bild: Leverkusener Jazztage
ACT Night

Nils Landgren Funk Unit

Alles, was man wissen muss, erzählt Nils Landgren im ersten Song selbst, dem Titeltrack des neuen Albums „Unbreakable“. Nach einem krachenden Gitarrenriff und weich groovenden Orgelakkorden singt er: „We’ve been funkin‘ for a long time, more then twenty years. We’ve seen the world like it is, are facing all the fears. From Shanghai to New Jersey, seen the Kreml too. Everywhere we go, funkin‘ is all we do. We‘re unbreakable!“ In der Tat sind es nun genau 25 Jahre, dass er den Grundstein für seine in Europa konkurrenzlose Karriere als Posaunist, Sänger, Produzent, Mentor, Bigband-Leader und Festivalleiter legte – mit seiner Funk Unit.

Auf ureigenem amerikanischen Gebiet, dem jazzigen Soul und Funk nämlich, bewiesen Landgren und seine eingeschworene Truppe, dass europäische Musiker nicht nur mithalten, sondern sogar eigene Akzente setzen können – heute eine Selbstverständlichkeit, damals eine Sensation. Zahllose Funk-Formationen tummeln sich inzwischen zwischen Island und Griechenland, zwischen Frankreich und Polen, doch NLFU, die Nils Landgren Funk Unit, ist immer noch die Speerspitze.
Auf „Unbreakable“ kann man wieder hören, warum.

Machen Landgren und die Funk Unit doch stets, was einen Song unmittelbar unter die Haut gehen lässt: Unwiderstehlich wummert der Slow Groove bei Allen Toussaints „Just A Kiss Away“ dahin, ganz relaxed und gerade deshalb mit maximaler Spannung geht es auch bei „Friday Night“ und Herbie Hancocks „Stars In Your Eyes“ zur Sache. Die Soul-Schraube wird aber bei „Old School“ und „NLFU Funk“ problemlos angezogen, um mit „Bow Down“ hymnisch und mit einem Schuss Hip-Hop auszuklingen.

Grandios wie eh und je ist das Netz, das zwischen den Instrumenten und Stimmen geknüpft wird: Das hohe helle Timbre Landgrens harmoniert spannungsvoll mit dem dunklerem, auch mal mit Vocoder verfremdeten von Magnum Coltrane Price (am eindrucksvollsten wohl bei „Get Down On The Funk“), dazu kommen immer wieder „close-harmony“-Chorsätze der ganzen Band im Stile von Earth, Wind & Fire.

Erneut haben sich Landgren und seine Jungs prominente Gäste eingeladen. Allen voran das „Funk Unit-Ehrenmitglied“ Ray Parker Jr. Der mit „Ghostbusters“ berühmt gewordene Gitarrist und Sänger war schon beim Funk Unit-Klassiker „Licence To Funk“ dabei, wie auch bei „Creole Love Call“, der Zusammenarbeit Landgrens mit Joe Sample. Und steuert hier auf fünf Songs seine bluesige Gitarre und bei „Rockin‘ After Midnight“ ebenfalls seine unverwechselbare Stimme bei. Auch US-Trompeter Tim Hagans – 1999 bei „5000 Miles“ ebenfalls bereits mit von der Partie – spielt eines seiner großartigen Soli. Schließlich fehlt auch die amerikanische Jazz- und Funklegende nicht, die bereits auf dem ersten Funk-Unit-Studioalbum „Paint It Blue“ 1996 zu hören war: Randy Brecker. Auf dem wundervollen Marvin-Gaye-Cover „Rockin‘ After Midnight“ zeigt der Trompeter warum er auch heute noch, mit 71 Jahren, zu den gefragtesten Solisten weltweit gehört.

Das ist, um einen der Songtitel zu zitieren, „Old School“ im besten Sinne. Ein Album mit Funk vom Feinsten, bei dem sich Landgren und seine Unit tatsächlich als „unbreakable“, als unkaputtbar erweisen.

Wolfgang Haffner& Band

In Leverkusen wird Wolfgang Haffner sein neustes Studioalbum (VÖ im September über das Traditions-Label ACT) präsentieren. Es wird das Release Konzert sein.
1965 als Sohn eines Kirchenmusikdirektors im fränkischen Wunsiedel geboren, machte Wolfgang Haffner früh Karriere: Er war erst 18 Jahre und praktisch Autodidakt, als ihn Deutschlands damals wohl berühmtester Jazzmusiker Albert Mangelsdorff zum Mitglied seiner Band erkor.

Wolfgang Haffner machte früh Karriere: Er war erst 18 Jahre, als ihn Albert Mangelsdorff zum Mitglied seiner Band erkor. Heute ist Haffner ohne Zweifel der bekannteste deutsche Schlagzeuger. Und sogar ein Kollege wie Curt Cress, eine Drummer-Generation älter und Haffners direkter Vorgänger bei ‚Passport‘, nennt ihn »den herausragenden deutschen Jazztrommler.« Er spielte nicht nur mit der Crème de la Crème der hiesigen Jazzer - und das generationenübergreifend von Mangelsdorff bis Till Brönner, von Klaus Doldinger bis zu Michael Wollny - sondern er ist auch einer der wenigen Deutschen, die international erfolgreich sind. US-Stars wie Pat Metheny, Randy und Michael Brecker, Chuck Loeb oder John Abercrombie vertrauen seinem unbestechlichen Drive und seiner inspirierenden Kreativität genauso wie skandinavische Größen von Nils Landgren bis Lars Danielsson. Wegen seines extrem druckvollen und dynamischen Spiels ist Haffner außerdem auch einer der gefragtesten Begleiter von Rock- und Pop-Stars wie Chaka Khan, den Fantastischen Vier, oder sogar Nightmares on Wax. Wie viele der besten seines Metiers gab sich Haffner nie mit dem reinen Schlagzeugspiel zufrieden, er begann bald mit dem Komponieren und Produzieren. Und er startete eigene Projekte: Mit seinen bisher vier Alben für ACT unter eigenem Namen gehört Haffner heute zu den erfolgreichsten deutschen Jazzmusikern und Bandleadern.
Haffners aktuelles Album ›Kind Of Spain‹, das im Herbst 2017 erscheint, knüpft mit seiner entspannten, distinguierten Grundstimmung an den äußerst erfolgreichen Vorgänger ›Kind Of Cool‹ von 2015 an. Allerdings stehen, wie der Titel vermuten lässt, diesmal keine Interpretationen des Great American Songbook auf der Agenda, sondern die Auseinandersetzung mit Spanischer Folklore in einem Sound Gewand des Modern Jazz Quartet.


Julian & Roman Wasserfuhr

Der Young German Jazz wird erwachsen. Julian und Roman Wasserfuhr stehen dafür par excellence, denen das „growing up in public“ – so ein berühmter Albumtitel von Lou Reed – zur zweiten Natur geworden ist. Ihr Album-Debüt „Remember Chet“ (2006) haben die Brüder bereits mit 17 bzw. 20 Jahren eingespielt – eine Huldigung an Julians frühes Vorbild, den Trompeter Chet Baker – und waren damit auf begeisterte Resonanz gestoßen. Die Zeit fand die Musik der Brüder „verblüffend ungewöhnlich“, die Süddeutsche Zeitung bescheinigte Julian Wasserfuhr einen „magischen Ton“, vor allem aber schloss das breite Publikum das Brüderpaar aus dem verträumten Örtchen Hückeswagen in seine Arme.

Nach vier erfolgreichen Alben zählen sie heute mit zu den renommiertesten Jazz-Musikern in Deutschland.

Mit ihrem fünften Album Landed in Brooklyn“, das im Frühjahr 2017 beim Münchner Label ACT erschienen ist, haben sich Julian & Roman Wasserfuhr nun auf die Reise ins Mutterland des Jazz begeben und sind im Hotspot des internationalen Jazz gelandet: New York. Dort trafen sie auf die amerikanischen Jazzstars Donny McCaslin, Tim Lefebvre und Nate Wood und schlugen mit „Landed in Brooklyn“ ein weiteres Kapitel in ihrer beeindruckenden Karriere auf.

Julian & Roman Wasserfuhr haben einige Auszeichnungen und Preise erhalten.

U.a. wurden Sie mit dem German Jazz Award in Gold vom Bundesverband der Musikindustrie ausgezeichnet.
Bild: Forum Leverkusen

Der Teilbetrieb FORUM veranstaltet pro Saison rund hundert Gastspiele in allen Bereichen der darstellenden Kunst und der Musik: Schauspiel, Tanztheater, Opern, Operetten, Musicals, Kinder- und Jugendtheater, Kabarett, Kleinkunst, Orchester-, Kammer- und Orgelkonzerte. Es gastieren die wichtigen deutschsprachigen Bühnen sowie international renommierte Tanzkompanien, Orchester, Ensembles und Künstler. (Foto: leverkusen.de)

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