AFROB - Rolle mit HipHop Nachholtour Teil 2 Tickets - Erlangen, E-Werk - Clubbühne

Event-Datum
Donnerstag, den 21. Mai 2020
Beginn: 20:00 Uhr
Event-Ort
Fuchsenwiese 1,
91054 Erlangen
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: E-Werk Kulturzentrum GmbH (Kontakt)

Rollifahrer(innen) und Schwerbehinderte mit B im Ausweis kaufen eine Karte - die Begleitperson bekommt die Freikarte an der Abendkasse.

Bitte im E-Werk Bescheid geben, telefonisch 09131 8005-0, Fax -10 oder per mail an info@e-werk.de, damit es im Kontingent berücksichtigt wird.
Ticketpreise
ab 25,20 EUR
Weitersagen und mit Freunden teilen
Bild: Afrob
20 Jahre. Zwei Dekaden in diesem Rap-Spiel. Sechs Solo- und zwei Kollaboalben, eine Live-
Platte. Plus der Ruf als einer der wenigen kompletter MCs dieses Landes, der in diesem Zeitraum jede noch so kleine Booth und jede noch so große Bühne in Schutt und Asche gelegt hat. Andere würden sich ob eines solchen Status vielleicht selbstgefällig zurücklehnen und ausruhen oder über alle Maße abfeiern. Kann man ja auch. Aber Afrob macht es eben nicht vor aller Welt, sondern im kleinen Kreis. »Wie ein Geburtstag mit guten Freunden«, sagt er. Also hat sein Jubiläum zum Anlass genommen und sich frei gemacht - von dem eigenen Druck und den Erwartungen der anderen.

»Abschied von Gestern« ist kein Afrob-Album wie jedes andere. »Die Platte zeigt mich von eineranderen, neuen Seite. Das geht schon bei der Musik los: Keiner der Beats hat ein Tempo über 90BPM, aber trotzdem gerade noch Kopfnicker-Geschwindigkeit. Afrob nennt das Neo-BoomBap.
Verantwortlich zeichnet dafür der Kaiserslauterer Phono, der aus dem Phantom-Notes-Umfeld stammt, mit dem Afrob bereits in der Vergangenheit das eine oder andere Mal
zusammengearbeitet hat.
»Die Beats von Phono waren im ersten Moment ziemlich ungewöhnlich für mich. Ich musste mir das Arrangement im Kopf selbst zusammendenken. Nach dem Motto: Dies hier könnte eine Strophe sein, das da eine Hook. Aber ich bin ein geborener Jammer und reagiere sofort auf
Veränderungen in der Musik.« Die entschleunigten und reduzierten Beats von Phono lassen
mehr Platz für die Stimme. Aber genau da lauert auch die Gefahr. »Man hört jede Silbe, jedes platzende Spuckebläschen im Mund. Und weil ich ohnehin eine so markante Stimme habe, musste ich mir genau überlegen, was ich auf den Songs sagen will.«
Und das hat Afrob getan. Für »Stein auf Stein« hat Afrob sich Karlsruhes Finest Haze in die
Booth geholt. Dabei herausgekommen ist trackgewordener Traditionalismus der alten Schule,der trotzdem nicht den Bezug zum Jetzt verloren hat und unterstreicht, was HipHop schon immer war und sein wird: Drums, Bassline, Sample und von sich selbst erzählen. »U.N.I.T.Y.« mit Alex Prince zelebriert zu dezenten Streicher-Sounds ernstgemeinte Einigkeit, während »Rolle mit Hip Hop II« als rumpelnde Rap-Reminiszenz Afrobs HipHop-Sozialisierung und die 20 Jahre seit seinem gleichnamigem Debüt Revue passieren lässt.
»Manche Leute fragen mich, warum ich in Zeiten von Playlisten überhaupt noch Alben mache.
Aber ich bin ein integrer Künstler und ein gewissenhafter Artist, zu dessen komplettem Bild
dieses Format einfach dazugehört. Da bin ich den Leuten schuldig. Ich will, was ich verkörpere und wer ich bin zeigen – und das funktioniert meiner Meinung nach nur über ein Album. Das schafft Vertrauen beiden Fans und bringt Nachhaltigkeit mit sich –genau aus dem Grund gibt es Afrob seit 20 Jahren.« Und wer »Abschied von Gestern« hört, der weiß, dass es ihn noch mindestens 20 weitere geben wird.
Bild: E-Werk Erlangen

Das E-Werk Erlangen hat vier unterschiedlich große Spielstätten und weiterhin noch ein Kino - von der familiären „Kellerbühne“ bis hin zum großen Saal. Insgesamt hat das E-Werk eine Veranstaltungsfläche von 2.500 Quadratmetern und eine Besucheraufnahmekapazität von 2.500 Personen. Jährlich wird das E-Werk von 250.000 bis 300.000 Menschen besucht. Schauen Sie mal vorbei.
(Foto: erlangen.de)