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Information zur Veranstaltung

Adam Baldych & Helge Lien Trio

Zweifellos der größte lebende Geigentechniker des Jazz“- (Frankfurter Allgemeine Zeitung). 

Wie unendlich groß das Klangspektrum der Violine doch wird, wenn man ihr neben den klassischen Techniken auch die Möglichkeiten des Jazz und der Popmusik erschließt. Mal packt ADAM BALDYCH zu wie ein Rockmusiker, mal malt er lyrisch wie Claude Debussy. Mal schwebt er melancholisch durch die osteuropäische Volksmusik und landet dann wieder sicher auf dem Groove des Jazz. Es ist dieses unvorhersehbare und grenzenlose, das Adam Baldychs Musik weit über die Zirkel des Jazz hinaus zum Ereignis macht. In Polen galt der 31-jährige Jazzgeiger schon früh als Ausnahmetalent. Spätestens mit der „Echo Jazz“ Auszeichnung 2013 ist deutlich, dass er zu den wenigen großen Virtuosen der Violine im Jazz gehört. und niemand interpretiert dieses Instrument dabei so heutig und vielfältig wie Adam Baldych..

„Brothers“ heißt Adam Bałdychs brandneues - obendrein dem Andenken seines verstorbenen Bruders gewidmete – Album, und es geht ihm und seinen Begleitern dementsprechend um mehr als um Virtuosität oder Unterhaltung: „Ich mochte, dass meine Musik in die Zeit, in der wir leben, eindringt und sie reflektiert; das sie ihre Sorgen und Sehnsüchte aufnimmt. Ich wünsche mir für meine Musik, dass sie die Botschaft von Liebe und Schönheit transportiert. Denn mehr denn je müssen wir uns heute als Bruder und Schwestern fühlen, um einander besser zu verstehen.“ Ein hohes Ziel, das sich auch in Songtiteln wie „Faith“, „Love“, „One“ oder „Shadows“ spiegelt. Aber im bestens eingespielten Verbund mit Helge Lien am Piano, Frode Berg am Bass und Per Oddvar Johansen am Schlagzeug besitzt Bałdych auch die Mittel, die verschiedenen Aspekte der Brüderlichkeit musikalisch ausdrücken zu können. 

Das neue Album „Brothers“ ist gewissermaßen ein Konzeptalbum geworden. Bałdych schlägt dabei einen Bogen von der fragenden, wuchtig-rockigen Hymne „Elegy“ über die vorsichtig Vertrauen fassende, von Moll in Dur wechselnde Ballade „Faith“ und das lyrische Beschwören der Einheit „One“ und der sein Thema aufgewühlt umkreisende Titeltrack „Brothers“ bis zum sich fast aus dem Nichts kommenden und dorthin wieder ausklingenden „Hallelujah“ von Leonard Cohen. 

„Zweifellos der größte lebende Geigentechniker des Jazz. Von ihm kann man alles erwarten“, schrieb die FAZ nach dem umjubelten Auftritt des damals 26-jährigen polnischen Geigers Adam Baldych beim Jazzfest Berlin 2011.

Baldych ist in dieser Umgebung gut aufgehoben: ein kleiner folkloristischer Dialog mit Lien zum Auftakt wie zum Freischwimmen, dann elegische Sounds, bei denen Baldych sein Instrument wie eine flirrende Erhu streichelt, oder kraftvolle Beats mit melodischem Gespür, wo der Bogen fett die Saiten trifft und es beinahe so herb-wuchtig wie ein 3-Saiten-Akkord der Hardangerfidel tönt. (Jazzthing, September / Oktober 2015)

Mit unerhörter instrumentaler Virtuosität überschreitet der polnische Geiger Grenzen: seines Instrumentes, zwischen den Genres, zwischen Komposition und Improvisation und im verschmelzenden Zusammenspiel mit seinen Mitmusikern. Das macht ihn zu einem „erfrischend anderen europäischen Jazzstar“ wie das englische Jazzwise Magazin feststellt, der “virtuos und hochemotional” (Fono Forum) wie „derwischhaft intensiv“ (Jazzthing) mit der Tradition als Basislager neue Jazz-Forschungsreisen
unternimmt.

Nicht immer erweist es sich als glückliche Fügung, ein für sich funktionierendes Trio um ein weiteres Instrument zu erweitern. Hier aber ist das Experiment rundum gelungen: Wer das (immer schon großartige) Helge Lien Trio (mit Frode Berg am Bass, Helge Lien am Piano und Per Oddvar Johansen am Schlagzeug) mag, der wird auch dieses um den polnischen Geigenvirtuosen Adam Baldych erweiterte Quartett mögen. Eine sehr schöne Produktion, bei der die Musiker zueinander (wie zu den Hörern) tatsächlich "Brücken" bilden. Ganz, wie der Titel das verspricht. Robert Fischer (München)