Ahzumjot Tickets - Dresden, Scheune

Event-Datum
Sonntag, den 06. Mai 2018
Beginn: 20:00 Uhr
Event-Ort
Alaunstraße 36-40,
01099 Dresden
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: scheune e.V. (Kontakt)

Ticketpreise
ab 18,30 EUR
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Bild: Ahzumjot
Ein begnadeter Rapper mit Flow und Stimme, ein visionärer-vielseitiger Produzent ohne Scheuklappen, ein Styler vor dem Herrn und noch dazu ein charismatischer Live-Act, der so selbstbewusst ins Scheinwerferlicht tritt, als sei er nie für etwas anders gemacht gewesen als verdammt noch mal in diesem Moment jetzt gerade hier auf dieser Bühne zu stehen – das alles ist Ahzumjot. Nicht umsonst wird der 27-jährige gerade als einer der wenigen wirklich wichtigen Rap-Künstler dieses Landes gehandelt. Warum? Weil er für den egalen Einheitsbrei, den die deutsche Rap-Szene innovativ nennt, nur ein müdes Lächeln übrig hat und lieber sein ganz eigenes Ding macht.

Und das schon seit seinem Debüt "Monty” aus dem Jahr 2011, das im Eigenvertrieb erschien und dem gebürtigen Hamburger nicht nur Touren mit Cro, Rockstah und Casper sondern auch einen Vertrag beim Majorlabel einbrachte. Nach dem er dort 2014 sein zweites Album "Nix mehr egal" veröffentlichte, macht Ahzumjot jetzt wieder alles selbst. 2015 veröffentlicht er auf dem DIYDienstweg die "Minus"-EP. Es ist der beeindruckende Neustart eines Künstlers, der es niemandem mehr recht machen will oder muss, der nur noch tut, worauf er Lust hat – der frei ist. Ein Mindstate, der in diesem Jahr seine Fortführung mit der "16QT"-Reihe findet: Denn Ahzumjot veröffentlicht mal eben so vier kostenlose Releases – in jedem Quartal eines, wovon die ersten beiden bisher über 15.000 Downloads verzeichnen können. Den Auftakt machte im Frühjahr "16QT01: The Remixes". Danach entert er gemeinsam mit Dissythekid, Credibil und Lance Butters die splash!-Mag-Cypher und rappt sich mit seinen souveränen 24 Zeilen zurück ins Bewusstsein der Rap-Fans. Kurz darauf erscheint im Sommer mit “Tag Drei” der zweite Teil der “16QT“-Reihe: Es sind die sieben Stücke der “Minus“-EP plus 7 weitere Tracks und Remixe und der eigentlichen Stücke. Auf dem ganzen Projekt, in jedem Song, jeder Zeile und jedem Takt merkt man Ahzumjot seinen Hunger an. Hier will es einer richtig wissen und hat Blut geleckt – weil den Leuten gefällt, was er macht – ganz alleine, zuhause, in seinem Homestudio mit Blick auf den Hinterhof. Hier schreibt, produziert und nimmt Ahzumjot seine Musik auf, er mischt und mastert seine Songs, aber zum Beispiel auch das Album “Blaow” von Kumpel Lance Butters, schneidet seine Videos, wie zuletzt den Clip zu “Wach/Tag Drei” und kümmert sich bisweilen sogar um Designfragen. Einerseits.

Andererseits hat sich Ahzumjot in den letzten zwei Jahren ein kleines Team um sich herum aufgebaut: Seine Bruhs, seine Familie. In Fragen der Art Direction baut Ahzumjot auf ZirkusZirkus und 27*Bucks und mit Lance Butters war er im November auf gemeinsamer “Lassensedis“-Tour, die von einer gemeinsamen EP begleitet wurde. Ansonsten bleibt alles beim Alten. Wie schon zu Zeiten von “Monty” macht Ahzumjot seinen Stuff selber – ohne Label, ohne A&R-Gequatsche, ohne Verpflichtungen, ohne Verrenkungen. Was zählt, ist die Musik. Ob er dafür Anerkennung bekommt oder ihm der große Durchbruch gelingt? Egal. Denn, wie heißt es in dem Song “Skits” der “16QT02: Tag Drei“-EP noch gleich? »Erfolg und Ruhm war auch mal meine Bibel / Was ich heute brauch’, sind meine Bruhs, die Frau und die Familie.«
Bild: Scheune Dresden

Die Scheune ist das Kulturzentrum in der Dresdner Neustadt. Seit mehr als 60 Jahren wird in dem Club Kultur gemacht. Mit über 300 Veranstaltungen im Jahr und mehr als 60.000 Besuchern betreibt der scheune e.V. das Haus zwischen Tradition und Innovation. Fast täglich darf man sich von Konzerten bekannter & noch unbekannter Indie-, Rock- oder Electroacts, aber auch Heavy Metal oder Punk mitreißen lassen. Wer es entspannter mag, hat dazu bei den zahlreichen Literaturveranstaltungen die Gelegenheit, sei es beim Poetry Slam am ersten Donnerstag im Monat oder den Solo-Lesungen zeitgenössischer Autoren. (Foto: Tino Schierbaum)

Scheune, Dresden