Amano Quartett: Quartett Tickets - Münster, Erbdrostenhof

Event-Datum
Sonntag, den 03. Dezember 2017
Beginn: 18:00 Uhr
Event-Ort
Salzstraße 38,
48143 Münster
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: GWK (Kontakt)

Der Erbdrostenhof in Münster ist leider nicht barrierefrei, die Veranstaltungen sind also nicht für Rollstuhlfahrer zugänglich.
Rollstuhlfahrer melden sich bitte bis 2 Tage vor dem Konzert an unter: 0251-591 3041.
Ticketpreise
ab 22,00 EUR und Ermäßigungen
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Bild: Chapeau Classique - Konzerte Junger Virtuosen
In Münster und Dortmund spielt das Amano Quartett seine ersten Konzerte: Suyoen Kim aus Münster, die ihre Karriere als GWK-Preisträgerin begann und designierte Konzertmeisterin am Konzerthausorchester Berlin unter Iván Fischer ist, Julien Szulman, Marie Chilemme und Bumjun Kim aus Frankreich. Die vier Streicher_innen, die als Solisten international vielfach ausgezeichnet wurden und weltweit gastieren, haben sich an der berühmten Seiji Ozawa International Academy Switzerland kennengelernt. Nur die weltbesten jungen Streicher_innen lädt der Jahrhundertdirigent persönlich zur „Ozawa Academy“ ein, um mit ihnen ihr Kammermusik-, insbesondere ihr Quartettspiel zu vervollkommnen. Denn für Ozawa findet sich im Quartett die Essenz der Musik: Hier geben die Komponisten ihr Bestes, ohne alles Dekorative und Überflüssige. Und ein Quartett wirklich zu erarbeiten, bedeutet für ihn, dem Stil und den Intentionen seines Schöpfers zutiefst auf den Grund zu gehen. Wer dieses schafft, werde ein Künstler ersten Ranges.

Kurz vor Weihnachten 1787 veröffentlichte Haydn in Wien sein Opus 50. Manchmal hebt er darin das Cello hervor, was an dem Widmungsträger, dem neuen preußischen König Friedrich Wilhelm II., der es spielte, liegen mag. In den „Preußischen Quartetten“ entwickelt der „Erfinder des Streichquartetts“ die Themen eines Satzes aus einem einzigen melodischen Gedanken in reicher und schöner Harmonik. Wie ergreifend die Siciliano-Melodie im Adagio, wie lebensmutig und luftig das Finale – zur Freude, zum Fliegen! Schumann realisiert in seinem Opus 41, was er von dem idealen „Quartettstylisten“ forderte: „Streben nach schöner Form“, „Reinheit des Satzes“ sowie kunstvolle Verflechtungen und „originelles Gepräge der melodischen Führung“. Was in Lebensfreude ausklingt, beginnt mit einer „sanft fließenden Melodie, deren geniales Äußeres bald (…) seine wahre Natur enthüllt: eine innere Kraft, genährt von der reinen Flamme leidenschaftlichen Gefühls.“ (R. Aldrich) An Brahms’ Opus 51 bildete Schönberg den Begriff der „entwickelnden Variation“, der sich ständig fortschreibenden, immer neue Varianten bildenden motivischen Keimzellen. Satt kann man sich am herrlichen a-Moll Quartett wohl kaum hören, denn immer weitere Metamorphosen und motivische Bezüge sind zu entdecken. Die Stimmung ist mal lyrisch singend, heiter, mal melancholisch, mal dramatisch. Brahms-Biograph Heinrich Reimann: „Brahms’ Art ist es nicht, von dem einen oder dem andern ein Geringes zu verlangen. Dafür bietet er reichen Lohn demjenigen, der ihm auf diesem beschwerlichen¬“ – doch wie mitreißenden! – „Wege gefolgt ist, sei er ausübender Künstler oder zuhörender Laie.”

Programm:
Joseph Haydn (1732–1809): Streichquartett B-Dur, op. 50,1; Hob. III: 44
Robert Schumann (1810–1856): Streichquartett F-Dur, op. 41,2
Johannes Brahms (1833–1897): Streichquartett Nr. 2 a-Moll, op. 51,2

Erbdrostenhof, Münster