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Bild: Andorra - Theaterhaus Vaihingen e.V.
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Information zur Veranstaltung

"Andorra" ist ein Drama des Schweizer Schriftstellers Max Frisch, dessen Uraufführung im Jahre 1961 in Zürich stattfand. Grundlage ist eine Parabel, die Frisch in den Nachkriegsjahren unter dem Eindruck des Nationalsozialismus schrieb. Dabei handelt es sich bei Andorra nicht um den realen Kleinstaat, sondern könnte irgendein Land sein. Die Personen der Handlung sind fast alle namenlos, weil sie austauschbar sind, jüdisch sein dient als Beispiel für das Anderssein.
Die Geschichte handelt von Andri, einem jungen Mann, der von seinem Vater unehelich mit einer „Ausländerin“ gezeugt wurde und deshalb von diesem als jüdischer Pflegesohn ausgegeben wird. Die Bewohner Andorras begegnen Andri permanent mit Vorurteilen, so dass er, selbst nachdem er seine wahre Herkunft erfahren hat, an der ihm zugewiesenen jüdischen Identität festhält. Es folgt seine Ermordung durch ein rassistisches Nachbarvolk. Nachdem die Andorraner alles geschehen ließen, rechtfertigen sie ihr Fehlverhalten und ihre Feigheit vor dem Publikum und leugnen ihre Schuld. 
Ein Stück über Ausgrenzung und Fremdenhass über die Auswirkungen von Vorurteilen, die Schuld der Mitläufer und die Frage nach der Identität eines Menschen gegenüber dem Bild, das sich andere von ihm machen.
Der Stoff, der in dieser dritten Produktion des Theaterhauses Vaihingen/Enz e.V. an der Kirchentreppe der Evangelischen Stadtkirche (nach "Nathan der Weise" 2013 und "Jedermann" 2016) thematisiert wird, ist (bedauerlicherweise) aktueller denn je.