Bild: Arno Stern und André Stern
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Information zur Veranstaltung

Arno und André Stern 

Arno Stern

“Kinderkunst ein verhängnisvoller Irrtum!“

Wenn ein Kind mit dem Pinsel oder mit dem Stift eine Spur auf dem Papier entstehen lässt sagt man, dass es zeichne. Zeichnen, heißt Zeigen. Der Erwachsene glaubt, das Kind wolle ihm etwas mitteilen; die Spur enthalte eine Botschaft. Zur Abhängigkeit von einem Empfänger sind alle Kinder erzogen worden. Sie spielen nicht; sie spielen vor. Dabei geht das wahre Spiel verloren; während doch zum Mitteilen das Kind über vielerlei Mittel verfuügt: das Wort, die Gebärde...
Arno Stern`s Leben und Werk verschmelzen ineinander. Mit 22 Jahren nahm er 1946 eine Stelle in einem Heim für Kriegswaisen in einem Pariser Vorort an. Er sollte die Kinder beschäftigen und lies sie malen. Er begriff sofort die Wichtigkeit dieses Spieles, vorausgesetzt dass es unter geeigneten Bedingungen geschieht. Er erfand dafür eine besondere Einrichtung die bis zum heutigen Tage weiter besteht. Den Malort mit den schützenden Wänden und dem Palettentisch. Hier begann schon frühzeitig seine einzigartige Forschungsarbeit. Arno Stern erweiterte die im Malort durchgeführte Forschungsarbeit durch seine Reisen in abgelegene Gegenden in allen Erdteilen. Mit vielen Dokumenten beweist er die Universalität der Formulation, einer Äußerung, die absolut identisch ist beim Nomaden in der Wüste, dem Urwald-Bewohner, dem Menschen in der Großstadt. Dies ist erfreulich und muss allgemein bekannt werden.
Arno Stern wurde als Experte der UNESCO zum ersten internationalen Kongress über Kunsterziehung in Bristol delegiert. Er nahm in der Folge an zahlreichen Symposien teil und gastierte als Referent in vielen Universitäten, Museen, Bildungs- und Ausbildungsstätten. 

André Stern
 
André Stern, 1971 in Paris geboren und aufgewachsen, Sohn des Forschers und Malort-Gründers Arno Stern, ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Er ist Musiker, Komponist, Gitarrenbaumeister, Journalist und Autor, unter anderem des Bestsellers "... und ich war nie in der Schule" sowie, gemeinsam mit Arno Stern, des Buches "Mein Vater, mein Freund".
Als Freibildungsexperte ist er ein gefragter Referent, der sich international (Europa, USA, Kanada, Afrika, Indien) an der Seite von zukunftsorientierten Akteuren der Bildungslandschaft stark engagiert. Daneben arbeitet er eng mit seinem Vater zusammen und ist mit Prof. Dr. Gerald Hüther Gründer und Leiter der Initiative "Männer für morgen". Ferner leitet André Stern das "Institut Arno Stern, Labor zur Beobachtung und Erhaltung der spontanen Veranlagungen des Kindes" und initiierte die Bewegung "Ökologie der Kindheit". Er ist einer der Protagonisten in "Alphabet", dem Film von Erwin Wagenhofer, und Co-Autor des gleichnamigen Buches.