Bild: Artemis Quartett
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Information zur Veranstaltung

Seit 1989 setzt das Artemis Quartett interpretatorische Maßstäbe – die Aufführungen und Aufnahmen aller Beethoven-Quartette stehen beispielhaft dafür. Seine Programme beweisen, wie wohl der Blick vom neueren Schaffen her dem Verständnis des Tradierten tut. Das Jubiläum 2019 verbinden die Künstler mit einem Wandel, wie sie ihn in der Geschichte immer wieder vollzogen: Mit dem Cellisten Eckart Runge zieht sich das letzte Gründungsmitglied aus dem Quartett zurück und widmet sich wie Anthea Kreston neuen Aufgaben. In Schwetzingen wird der Stab von der bisherigen an die neue Artemis-Generation weitergegeben. »Das Artemis Quartett ist«, so Gregor Sigl, «die Summe aller seiner Mitglieder, auch der ehemaligen und zukünftigen.«

So stellten sie ihr Programm zusammen. Im ersten Teil spielen alle, die Bisherigen und die Neuen. Den zweiten Teil bestreitet die Zukunftsformation. Das B-Dur-Sextett war Brahms’ erste gültige Komposition für reines Streicherensemble, ein Werk des Aufbruchs. Die Bearbeitung von Bergs Opus 1 erinnert an Gründungsmitglied Heime Müller, aber auch an die Mentoren vom Alban-Berg-Quartett. Smetanas e-Moll-Quartett, ein Spätwerk, eröffnete in seiner konzentrierten Tonsprache zugleich Neuland im Oeuvre des Komponisten.