Bayerische Kammerphilharmonie Tickets - Augsburg, Kleiner Goldener Saal

Event-Datum
Sonntag, den 06. Mai 2018
Beginn: 18:00 Uhr
Event-Ort
Jesuitengasse 12,
86152 Augsburg
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Kulturamt der Stadt Augsburg (Kontakt)

Ermäßigungen:

SchülerInnen / Studierende / Arbeitslose / Schwerbehinderte / Wehr- und BuFdienstleistende: 50 % in Kat. 1 und 2
DMG-Mitglieder: 20% Ermäßigung in Kat. 1 und 2
MozartPass: 25% Ermäßigung in Kat. 1 und 2
KAROCARD: 1 € Ermäßigung

U28-Tickets: 10 € auf allen noch verfügbaren Plätze ab 1 Stunde vor Konzertbeginn an der Abendkasse (nicht im VVK).

FÜR ALLE GILT: Ermäßigungen können nicht miteinander kombiniert werden. Entsprechende Nachweise müssen unaufgefordert am Einlass mit dem Ticket vorgewiesen werden.

RollstuhlfahrerInnen:
Ermäßigte Tickets für...(Mehr Info)
Ticketpreise
von 11,00 EUR bis 35,00 EUR und Ermäßigungen
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Bild: Deutsches Mozartfest 2018
Eine kleine Machtmusik

Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Arvo Pärt, Pēteris Vasks und Dmitri Schostakowitsch

Bayerische Kammerphilharmonie
Gabriel Adorján (Violine und Leitung)

Die Bayerische Kammerphilharmonie zeigt ausgehend von Mozarts völlig unpolitischer und jugendlich-unbeschwerter Vergnügungsmusik (nichts anderes bedeutet Divertimento) verschiedene musikalische Verarbeitungen der bitteren Realität im Sowjetreich. Wahrscheinlich rang Dmitri Schostakowitsch wie kein anderer Komponist der Musikgeschichte um sein Verhältnis zu den Mächtigen, ein ständiges Abwägen zwischen persönlicher Sicherheit und politischer Provokation. Sein persönliches Requiem, das auf den eigenen Initialen D-(E)S-C-H basierende 8. Streichquartett (hier in der Version als Kammersymphonie), widmete Schostakowitsch „dem Gedenken an die Opfer des Faschismus und des Krieges“.

Auch im besetzten Baltikum suchten Komponisten in ihrer Musik die Möglichkeit zum persönlichen Umgang mit dem Zeitgeschehen: Der Este Arvo Pärt fand (anders als Schostakowitsch) in seiner tiefen christlichen Überzeugung Zuflucht, floh vor dem Kommunismus in den Westen und wurde dort zu einem der meistgespielten Komponisten der Gegenwart. Pēteris Vasks blieb dagegen in seiner Heimat Lettland, entkam aber in seiner ebenfalls sehr religiös geprägten Musik aus dem „Völkergefängnis Sowjetunion“. Beide Komponisten stehen dabei für einen Prozess der künstlerischen Aufarbeitung von Macht, der noch lange nicht abgeschlossen ist.

Kleiner Goldener Saal, Augsburg