Bild: Bobo & Herzfeld
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Für ihr erstes Album „Lieder von Liebe und Tod“ bekamen BOBO&Herzfeld 2008 den Weltmusikpreis RUTH. Ein Programm, das auch in dem vielfach preisgekrönten Dokumentarfilm „Sound of Heimat“ von Arne Birkenstock vorgestellt wurde. Mit ihrem zweiten Album „Liederseelen“ (2013) wandelten die beiden Musiker weiter auf den Pfaden deutscher Dichtung. Waren es auf dem Vorgängeralbum vor allem deutsche Volkslieder, mit deren innovativen Arrangements sie traditionelles Liedgut zu Weltmusik machten, verschrieben sie sich nun ganz dem Geist der Romantik.


Das dritte Album in der Reihe mit dem Titel „Blick in den Strom“ führt den eingeschlagenen Weg fort und präsentiert größtenteils Vertonungen von Gedichten, u.a. von Joseph von Eichendorff, Nikolaus Lenau, Rainer Maria Rilke und J. W. Goethe. Veröffentlichung ist am 28. September bei Traumton Records. Bobo singt in unvergleichlicher Weise diese vertonten Gedichte der deutschen Romantik und Klassik, die der Film- und Theaterkomponist Sebastian Herzfeld geschrieben und arrangiert hat. Die beiden Musiker, die schon in Studententagen in einer Jazzband zusammen gespielt hatten, aber erst viele Jahre später wieder zusammen gefunden haben, schlagen mit diesem Romantik Roots Projekt eine Brücke zu ihren Wurzeln.

So orchestriert der Multiinstrumentalist Herzfeld mit ungewöhnlichem Instrumentarium wie Präpariertem Klavier, Harmonium, Bass und diversen Schlaginstrumenten magische Soundtracks, bei denen sich psychedelisch anmutende Klangwelten und kraftvolle rhythmischen Passagen abwechseln, auf denen Bobos Stimme mit der ihr eigenen Klarheit und Leichtigkeit zu schweben scheint. Durch ihre Musik wird die poetische Kraft und Klugheit dieser Dichtung in neuen Dimensionen fühlbar, die zeitlose Magie zwischenmenschlicher Emotionen, die diesen Versen innewohnt. Und dabei wirkt das alles so lebendig und modern, dass man meint, man höre diese alten Texte zum ersten Mal. 

Christiane „Bobolina“ Hebold, kurz Bobo, war mit ihrer Band Bobo in White Wooden Houses in den 90er Jahren eine Ikone der Indie-Rock-Szene, für viele war ihre Musik der Soundtrack ihrer Jugend. Im Mittelpunkt stand schon damals Bobos glasklare, glockenhelle und charismatische Stimme. Auf mehrere erfolgreiche Alben mit der Band folgten für die ausgebildete Sängerin auch Kollaborationen mit dem London Session Orchestra, den Produzenten Blank & Jones, Ulrike Haage oder mit Rammstein, deren Song „Engel“ sie ihre Stimme lieh. Bobo in White Wooden Houses löste sich 1995 auf und formierte sich 2004 neu, es folgten neue Alben und Konzerte.

Der in Halle/Saale geborene Sebastian Herzfeld lernte frühzeitig mehrere Instrumente und spielte schon bald in verschiedenen Jazz Bands. Später studierte er an der Berliner Musikhochschule „Hanns Eisler“. Im Zusammenspiel mit
Musikern der internationalen Jazz und Weltmusikszene (u.a. Markus Stockhausen, Ramesh Shotham, Trilok Gurtu und Chris Jarrett) entwickelte er seine Leidenschaft für fremde Klänge und ungewöhnlichen Rhythmen. Als musikalischer Leiter des Neuen Theaters und des Puppentheaters Halle (2005-2011) und als Gast an vielen Theatern Deutschlands, u.a. Schauspielhaus Bochum, Düsseldorf, Dresden, Bregenz, Wiesbaden, Nationaltheater Mannheim, Thalia Theater Hamburg, Schauspiel Frankfurt, Schauburg München und dem Berliner Ensemble komponierte er bisher über 80 Schauspielmusiken.

Live spielen sie mit dem Musiker Yegor Zabélov zusammen, dem bekanntesten Akkordeonisten der weißrussischen Off-Musik-Szene, dessen virtuoses Spiel mit hymnischen Melodien und treibenden Rhythmen das Publikum oft zu Standing Ovations hinreißt. BOBO&Herzfeld mit Zabélov sind ein Weltmusik-Trio der besonderen Art.