Brahms - Ein deutsches Requiem Tickets - Lich, Ev. Marienstiftkirche

Event-Datum
Sonntag, den 25. November 2018
Beginn: 18:00 Uhr
Event-Ort
Kirchplatz,
35423 Lich
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Evangelische Marienstiftsgemeinde Lich (Kontakt)

Ermäßigungsberechtigt sind Schüler, Studenten, Auszubildende, Arbeitslose, Hartz-IV-Empfänger und Inhaber eines Schwerbehinderten-Ausweises bzw. eines Sozialpasses.
Der Nachweis ist am Einlass unaufgefordert vorzuzeigen.
Ticketpreise
von 10,00 EUR bis 25,00 EUR und Ermäßigungen
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Bild: Ein deutsches Requiem - Ev. Marienstiftkirche
Eigentlich ist es unglaublich: Erst um die 33 Jahre ist Johannes Brahms, als er sich mit der Komposition des „deutschen Requiems“ beschäftigte. Um die Entstehung ranken sich Mythen und Spekulationen. Skizzen und Fragmente gab es schon früher, aber erst im direkten zeitlichen Zusammenhang mit dem Tod der Mutter reift das Ganze zu konkreter Form heran. Jahre vorher starb der Freund Robert Schumann; beides mag nicht ohne Einfluß auf Brahms und seine Komposition gewesen sein, aber gesichert ist es eben nicht.
Fest steht, dass das „deutsche Requiem“ von Brahms als eines der bedeutendsten Werke der oratorischen Literatur gesehen werden kann. Weltweit zieht es regelmäßig zahllose Zuhörer, aber auch Musizierende in seinen Bann. Schon der berühmte Kritiker Hanslick hat das Werk als ebenbürtig neben Bachs h-moll-Messe und Beethovens „Missa solemnis“ gestellt.

Zu hören ist dieses großartige Werk am Ewigkeitssonntag, 25. 11. 2018 in der Marienstiftskirche Lich. Konzertbeginn ist 18 Uhr.

Neben den Solisten Helena Günther und dem Bassisten Florian Plock singt die Marienstiftskantorei Lich, begleitet von der Kammerphilharmonie Bad Nauheim unter der Leitung von Christof Becker.

Die Sopranistin Helena Günther studierte Gesangspädagogik und Operngesang an der Musikhochschule Mannheim. An der Hochschule für Musik und Tanz in Köln setzte sie dann ihre Studien fort. Engagements führten die junge Sopranistin an das Nationaltheater Mannheim, Theater Heidelberg, Schlosstheater Rheinsberg, Theater Magdeburg und an die Kammeroper Köln.

Der deutsche Bassist Florian Plock studierte Gesang bei Lisa Hagenau und Franziska Schäfer-Vondru. Studienergänzend besuchte er Meisterkurse bei Kurt Moll, Günter Missenhardt und Thomas Quasthoff. Florian Plock erhielt zahlreiche Preise, u.a. den Sonderpreis als bester Bassist beim Gottlob-Frick-Wettbewerb und den 1. Preis des Bundeswettbewerbs Gesang. Er erhielt zudem die Gottlob-Frick-Medaille und war Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes.
Mitglied im Ensemble der Oper Kopenhagen, der Oper Frankfurt und am Teatro Petruzzelli in Bari. Neben seiner regen Operntätigkeit ist Florian Plock ein gefragter Lied- und Konzertsänger. So gab er Liederabende in der Alten Oper Frankfurt und sang den Messias bei den Würzburger Bachtagen sowie das Weihnachtsoratorium von Bach in New York und Washington.


Viel zu selten aufgeführt werden die Symphonischen Variationen für großes Orchester über den Choral „Wer nur den lieben Gott läßt walten“ von Georg Schumann, der ein angesehener Komponist, Dirigent und Hochschullehrer war. Gegen den Trend der Zeit rang Georg Schumann zeitlebens um eine authentische Wiedergabe der Bachschen Werke. Ohne ihn gäbe es wohl das Geburtshaus J. S. Bachs in Eisenach nicht mehr. Er war es auch, der sich durch eine persönliche Bürgschaft für den Erwerb und Erhalt des Bachhauses einsetzte und das Bach-Museum durch Benefizkonzerte und eine rege Sammeltätigkeit förderte. Georg Schumann editierte Werke von Johann Sebastian Bach und seinem Sohn Carl Philipp Emanuel Bach. Schumanns Kompositionen sind der Spätromantik zuzuordnen. Als Vorbilder lassen sich zunächst Johannes Brahms und Robert Schumann - mit Georg Schumann nicht verwandt - nennen. Begegnungen mit Franz Liszt, Anton Rubinstein, Johannes Brahms, Arthur Nikisch, Gustav Mahler, Joseph Joachim und Max Bruch befruchteten nach und nach Schumanns künstlerische Entwicklung. Der zweite Satz in Brahms Requiem mag ebenfalls von diesem Choral inspiriert sein. Zumindest lässt sich eine Verwandtschaft der Themen nicht leugnen.