Bild: Cappella Sagittariana Dresden
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Information zur Veranstaltung

Cappella Sagittariana Dresden


Thesauri Musicae ab Oblivione Vindicati

Im Jahr 1993 gegründeten Mitglieder der Dresdner Philharmonie gemeinsam mit freischaffenden Musikern (oder auch: mit Musikern anderer Orchester und freischaffenden Künstlern) das Ensemble "Alte Musik Dresden“. Mit seiner Spezialisierung auf die Musik der Renaissance und des Frühbarock fand es schnell einen festen Platz im Musikleben seiner Heimatstadt. Das ganz besondere Interesse des neu entstandenen Ensembles galt der Wiederentdeckung des vielfältigen mitteldeutschen und sächsischen Musikerbes. In den Folgejahren entwickelte sich daraus unter dem Titel „Sächsische Musiklandschaften im 16. und 17. Jahrhundert“ eine ambitionierte Projektreihe mit Konzerten und CD-Produktionen, die von dem Dresdner Musikwissenschaftler und Heinrich-Schütz-Forscher Wolfram Steude (1931–2006) und dem künstlerischen Leiter des Ensembles, Norbert Schuster, konzipiert und beim Label RAUMKLANG veröffentlicht wurden. Darüber hinaus widmeten sich die Musiker nahezu dem gesamten Spektrum der vokal-instrumentalen Musik der oben genannten Stilepochen. Zahlreiche Aufnahmen verschiedener Rundfunksender zeugen vom hohen Niveau der künstlerischen Arbeit des Ensembles. Konzertreisen führten das Ensemble „Alte Musik Dresden“ nach Polen, Tschechien, Österreich und die Niederlande.

In den 1970er Jahren entstand in der Sächsischen Staatskapelle Dresden ein Ensemble für Alte Musik, das sich – als Reminiszenz an Heinrich Schütz, den bedeutenden Kapellmeister der einstigen Dresdner Hofkapelle – den Namen „Cappella Sagittariana Dresden“ gab. Mit den Protagonisten Bernd Haubold (Viola da gamba und Violone), Wolfram Just (Violine und Viola d’amore) sowie dem schon erwähnten Wolfram Steude (Orgelcontinuo) entwickelte sich die Cappella Sagittariana Dresden rasch zu einem der führenden Ensembles seiner Art im damaligen Ostteil Deutschlands. Die Musiker unternahmen in den folgenden Jahren viele Konzertreisen u.a. nach St. Petersburg (damals Leningrad), nach Westdeutschland sowie ins europäische Ausland. Eine rege Zusammenarbeit mit bekannten Musikerpersönlichkeiten wie dem Tenor Peter Schreier und dem Alte-Musik-Spezialisten Frieder Bernius brachten viel Anerkennung und machten das Ensemble weithin bekannt. Als Wolfram Steude in den 1980er Jahren im Rahmen seiner Arbeit an den Musikquellen der damaligen Sächsischen Landesbibliothek Dresden die Stimmbücher zum „Schwanengesang“, dem Opus ultimum von Heinrich Schütz, wiederentdeckte, war es die damalige „Cappella Sagittariana Dresden“, die dieses bedeutende Werk der deutschen Musikliteratur in seiner Gesamtheit nach über 300 Jahren erstmalig wieder aufführte und auf Schallplatte veröffentlichte.

Im September 2006 vereinigten sich beide Ensembles an symbolträchtiger Stelle, der Kapelle des Dresdner Residenzschlosses, zur neuen „Cappella Sagittariana Dresden“. Das Gesamtwerk von Heinrich Schütz bildet auch in Zukunft einen wesentlichen Bestandteil des Repertoires.

(Quelle Text: http://www.cappella-sagittariana-dresden.de/ensemble.html)