Bild: Carmen - Landestheater CoburgBild: Carmen - Landestheater Coburg
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Information zur Veranstaltung

Prosper Mérimées 1845 veröffentlichte „Carmen"-Novelle brachte einen neuen Frauentyp in die zivilisierte Metropole Paris. Als Zigeunerin war Carmen mit ihrer wilden exotischen Schönheit das ideale Lustobjekt. Zugleich nimmt sie sich aber auch eine Freiheit zur Selbstbestimmung, die sich im 19. Jahrhundert nur Männer leisteten. Genau darin liegt ihr Reiz, aber auch ihr Verbrechen in den Augen der Gesellschaft – und der Grund für die skandalöse Uraufführung am 3. März 1875. In Georges Bizets (1838-1875) Oper kann Carmen ihre Lebensphilosophie auf der Bühne offen ausleben. Was sie unter Liebe versteht, lässt sie bereits in der Habanera hören: die uneingeschränkte Freiheit der Gefühle und zugleich die totale Freiheit von moralischen Bindungen. Dies wird Carmen schließlich zum Verhängnis: Anders als sie ist ihr Geliebter Don José nicht in der Lage, mit Liebe und Beziehung liberal umzugehen – rasend vor Eifersucht bringt er seine mit dem Stierkämpfer Escamillo anbandelnde Geliebte um.