Bild: Caroll Vanwelden

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Zuletzt hat Rufus Wainwright einige Sonette von William Shakespeare vertont und zusammen mit Robert Wilson auf die Bühne des Berliner Ensemble gebracht. Musiker scheinen von dieser Dichtung – immerhin 400 Jahre nach ihrer Entstehung – gehörig affiziert zu sein. Nun nimmt sich die belgische Sängerin, Pianistin und Komponistin Caroll Vanwelden einiger von Shakespeares Sonetten an. Besser gesagt: Sie macht sie sich zu eigen, denn man hat das Gefühl, etwas sehr Zeitgenössisches zu hören.

 

Die Interpretationen leben von Vanweldens Stimme, die den Texten Räume eröffnet, die sich an den Feinheiten der Sprache sensibel entlangtastet, die Shakespeares Sonette durch ein untrügliches Gespür für Phrasierung und Rhythmus neu zum Klingen bringt. Dass diese Vertonungen so wunderbar funktionieren, hat nicht zuletzt mit ihren kongenialen Begleitmusikern zu tun. Thomas Siffling (Trompete), Markus Faller (Drums) und Mini Schulz (Bass) schaffen eine Bühne, auf der Caroll Vanweldens Stimme ihre Intensität entfalten kann. Die Absolventin der Londoner Guildhall School of Music and Drama weiß, wie man einen großen Dichter inszeniert. Und wie man selbst Gedichte aus dem frühen 17. Jahrhundert in ein gegenwärtiges Jazzidiom übertragen kann. Caroll Vanwelden: voc, Thomas Siffling: tr & flh, Mini Schulz : b, Markus Faller : dr
(Quelle/Foto: enjoyjazz.de)