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Der junge Johannes Brahms hatte es nicht leicht. Aus Sorge, nicht mit den Meisterwerken Beethovens mithalten zu können, geriet er immer wieder in neue Schaffenskrisen. Doch seine Anstrengungen waren nicht vergebens und so tauchen die beiden Komponisten an diesem Abend ebenbürtig im Rezitalprogramm auf.

Beethovens Klaviersonate Nr. 15, die „Pastorale“, entstand zu einem Wendepunkt Beethovens Schaffens. „Ich bin mit meinen bisherigen Arbeiten nicht zufrieden. Von nun an will ich einen anderen Weg beschreiten”, soll er seinem Schüler Carl Czerny mitgeteilt haben.

Eingerahmt wird dieses Werk an diesem Abend von Brahms. Auf der einen Seite die Acht Klavierstücke, welche der Komponist im Jahr 1879 veröffentlichte, nachdem er einige Jahre keine Werke für Klavier komponiert hatte. Auf der anderen Seite Brahms‘ Klaviersonate Nr. 3, die er mit gerade einmal 20 Jahren schrieb. Dem zweiten Satz stellt er ein Gedicht voran, das er musikalisch immer wieder aufgreift:

Der Abend dämmert, das Mondlicht scheint
Da sind zwei Herzen in Liebe vereint
Und halten sich selig umfangen
(C.O. Sternau)

Interpretiert wird dieses anspruchsvolle Programm vom Pianisten und Hochschulprofessor Caspar Frantz. Der gebürtige Kieler ist ein gern gesehener Gast bei renommierten Musikfestivals und lehrt neben seiner Konzerttätigkeit Kammermusik an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig.

Programm:
Johannes Brahms: Acht Klavierstücke op. 76
Ludwig van Beethoven: Klaviersonate Nr. 15 D-Dur op. 28 “Pastorale”
Johannes Brahms: Klaviersonate Nr. 3 f-Moll op. 5