Bild: Cecile Corbel
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Information zur Veranstaltung

Mit den ersten Tönen beginnt die Verzauberung. Mit den ersten Tönen entführt Cecile Corbel ihre Zuhörer in ein Märchenland aus purer Schönheit. Es scheint unglaublich, doch es geschieht: Seit Kindertagen waren die Tore verschlossen, die Hecken gewachsen und die Mauern viel zu hoch - doch dann genügen ein paar perlende Läufe auf der Harfe und das wärmende Strahlen ihrer Stimme und all die Tore und Mauern und Hecken verschwinden wie ein Herbstnebel in den Strahlen der Sonne.
 
Mit zarten 18 Jahren kam Cecile Corbel nach Paris, im Herzen den Traum, eine Sängerin zu werden, eine echte, eine wahre, eine, die ihre Lieder verschenkt wie die Liebe, mit Melodien so schön wie ein Tag, dabei schlicht wie ein Vogel, berührend wie eine Geste, frei wie ein wandernder Troubadour.
 
Die erste Zeit schlug sie sich als Straßen-Musikerin durch. Schließlich kannte sie das improvisierte Leben aus der Kindheit: Ihre Eltern waren Puppenspieler und hatten sie stets mitgenommen auf ihre Tourneen durch die heimatliche Bretagne. Puppen aber waren Cecile Corbel auf Dauer zu stumm. Als Teenager entdeckte sie die Gitarre, dann die Harfe, die keltische: diese wurde ihr Leib- & Seeleninstrument, mit der sie seitdem ihre Balladen und Lieder gestaltet, ungefähr so, vielleicht, wie eine Märchenfee mit einem Zauberstab in die Luft schreibt.
 
Mag es auch romantischer scheinen, sich den Wind um die Nase wehen zu lassen und den Wechsel der Jahreszeiten draußen in der Bretagne zu erleben - der Weg in die Metropole war richtig: in Paris brachte sie ihr erstes Album heraus, vertrieben vom bekannten Weltmusik-Label »Keltia Musique«, es brachte ihr den »Prix Paris jeunes talents musique«, den ersten Preis ihrer Laufbahn. Schnell folgten weitere Studioproduktionen, u.a. die wunderbaren »Songbook« No. 1 bis No. 4.
 
Glück hat, wer den roten Feuerschopf live erleben und in ihrer ganz eigenen Märchenwelt besuchen darf. Es scheint eine sehr alte Welt, aus vergessenen Träumen und einem selig machenden Glück, ein leuchtender Kosmos aus alten Gedichten, keltischen Liedern, mediterranen Melodien und Ceciles Kompositionen. All das ist befreit vom Staub der Jahrhunderte - denn Cecile Corbel ist durchaus eine von diesen frischen und heutigen Folk-Sängerinnen, die sich auch mal beim Pop bedienen, wenn er zu den alten filigranen Klängen passt.
 
In ihren Liedern singt sie von irischen Feen und schottischem Nebel, von einem Zigeuner mit Lippen aus Gold und einem herumirrenden Ritter, von einer Frau, die einen Delphin liebt und einem Meer aus Milch, von einem sprechenden Pferd und einer jungen Frau, die als Hexe angeklagt wird... Musikalisch ist das keltisch durchwobener Folk-Pop, oft orientalisch bereichert, immer herzallerliebst, betörend und wohlklingend. Eins ist klar: Diese junge Musikerin ist eine große Entdeckung, elfenhaft, ätherisch, romantisch, zeitlos, eine gute rothaarige Fee, die uns mit einem Lächeln im Gesicht und einem Lied auf den Lippen verzaubert. Nach dieser Begegnung könnte man ein besserer Mensch werden. Auf jeden Fall ein glücklicher. Ein Wiederhören und Wiedersehen, das Freude macht.