Bild: Chapeau Classique - Konzerte Junger Virtuosen
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Information zur Veranstaltung

Wieder können wir den Chapeau vor charismatischen jungen Talenten ziehn, die dabei sind, international die Bühnen zu erobern. Zwei Münsteraner kehren für CHAPEAU CLASSIQUE in ihre Geburtsstadt zurück: die Geigerin Suyoen Kim und der Blockflötist Max Volbers. Einige von Ihnen werden sich noch an ihre ersten Auftritte erinnern. Damals staunten wir über so viel Begabung und führten das Wort „Wunderkind“ im Mund. Obwohl wir wussten, dass nicht ein unerklärliches Talent allein solch außergewöhnliche Leistungen hervorbringt, sondern dass Fleiß und Ausdauer, Disziplin und Mut, Arbeit und Charakter genauso Voraussetzung dafür sind, dass das „Wunderkind“ seine Wunder vollbringen und uns so dermaßen verwundern kann. Hinzukommt das Engagement der Eltern, die ihre Kinder nicht nur anhalten zu üben, wenn diese mal einen Durchhänger haben, und sie aufmuntern, wenn sie an sich zweifeln, sondern die sie auch zu ihren Lehrern und zu Proben, zu Konzerten und Wettbewerben fahren und den Musikunterricht aus eigener Tasche bezahlen, wenn ihr hochbegabtes Kind kein Stipendium oder einen Platz als JungstudentIn hat.

Unerlässlich auch das überdurchschnittliche Engagement der Lehrer an Musikschule und -hochschule: Hochbegabte fordern viel – weil sie „hungrig“ sind, gefördert und ausgebildet werden wollen. Deshalb auch scheint mir das Bedauern nicht wirklich angebracht und von einem Schuss Neid durchzogen, wenn die Rede von der verlorenen Kindheit der „Wunderkinder“ ist. In gewisser Hinsicht mag dies Urteil treffen. Doch was hätten diese jungen Leute für sich selber verloren, hätten sie ihr Talent nicht entwickelt? Welchen Gewinn an Lebenslust haben sie, gerade weil sie Musik auf ihrem Niveau machen, sich musikalisch so ausdrücken dürfen und können? Welch ein persönlicher Reichtum!

Nicht zuletzt wahrer Reichtum auch für uns, die wir ihnen zuhören dürfen und sie, etwa als Mitglied der GWK, ein Stück des Wegs begleiten und fördern können. So haben wir nicht nur Suyoen und Max aus Münster mit einem GWK-Förderpreis ausgezeichnet und in ein mehrjähriges Förderprogramm aufgenommen, sondern auch die Pianistin Kateryna Titova, die von speziellen Begabtenschulen in Kharkov und Moskau zum Studium nach Münster kam, oder die Cellistin Simone Drescher aus Herdecke, die Jungstudentin an der R. Schumann Hochschule in Düsseldorf war. Die „Wunder-Zwillinge“ Daniel und Alexander Gurfinkel aus Israel hat Zubin Mehta, als sie zwölf waren, auf die große Bühne gebracht. Britta Schmitt aus Vreden hat mit ihrem Gitarrenduopartner Carles Guisado im Duo Joncol internationale Preise errungen, jetzt verstärken sie sich um den Perkussionisten Kurt Fuhrmann. „Wunderkinder“ schließlich waren auch die mehrfach ausgezeichneten Pianisten Marianna Shirinyan, Marina Baranova und Boris Kusnezow, die auch als Solisten international gefragt sind und bei CHAPEAU CLASSIQUE Suyoen und Simone begleiten.

Die „Wunderkinder“ von einst sind erwachsen geworden und haben musikalisch Wunderbares zu sagen. Deshalb lade ich Sie, auch im Namen unserer Premium Förderpartner, des LWL und der NRW.BANK, der Provinzial Kulturstiftung und der RWE Vertrieb AG, herzlich zu unseren Konzerten ein – und wenn Sie wollen: zum Wundern!