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Cheers for Fears - TRANSIT - Performance / Installation / Film Tickets - Mülheim an der Ruhr, Ringlokschuppen Ruhr - Bühne 1

Event-Datum
Donnerstag, den 30. September 2021
Beginn: 17:00 Uhr
Event-Ort
Am Schloß Broich 38,
45479 Mülheim an der Ruhr
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Kultur im Ringlokschuppen e.V. (Kontakt)

Ausgewählte Veranstaltungen können mit einem ermäßigten Ticket besucht werden. Anrecht auf den ausgewiesenen ermäßigten Eintrittspreis haben gegen Vorlage eines gültigen Ausweises Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, Auszubildende und Studierende bis 28 Jahre, Empfänger*innen von Sozialleistungen, Sozialdienstleistende und MülheimPass-Inhabende.
Ticketpreise
ab 5,00 EUR *
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Cheers for Fears - TRANSIT - Performance / Installation / Film

Bild: Cheers for Fears - TRANSIT -  Performance / Installation / Film
Von März bis September diesen Jahres ermöglichte die Initiative Cheers for Fears künstlerischen Teams aus den Performing Arts, ihre Ideen für transdisziplinäre Arbeiten in einem kreativen Umfeld zur Diskussion zu stellen und begleitet durch Kolloquien und Mentor*innen in einem intensiven Rechercheprozess (weiter) zu entwickeln. Fortgeschrittene Studierende und Absolvent*innen der Kunsthochschule für Medien Köln, des Zentrums für Zeitgenössischen Tanz der Hochschule für Musik und Tanz Köln, der Kunstakademien in Münster und Düsseldorf, der Folkwang Universität der Künste und der Szenischen Forschung an der Ruhr-Universität Bochum präsentieren am 30. September die Ergebnisse ihrer Recherche in Form von Performances, Installationen und Filmen.


Bild Golnaz, Copyright Dana Schmidt
RAS MIT DIE SPRACHE! | GOLNAZ FARMANI
Interaktive Performance | 17.15 – 18.30 Uhr Bühne 3

Wie verständigen wir uns, wenn deine*meine Muttersprache meine*deine Zweitsprache ist? Wie können wir über die Missverständnisse, Verletzungen, Hierarchien, Demütigungen... sprechen, die eben dann aufkommen, wenn wir miteinander sprechen? In der Performance “Ras mit die Sprache!” schafft Golnaz Farmani gemeinsam mit der Performancekünstlerin und Muttersprachlerin Sophia Godau einen Raum, in dem die Machtdynamiken von Sprache erfahrbar werden. Dazu bringt sie Zweit- und Erstsprachler*innen sowie Expert*innen der kognitiven Linguistik und Kunst in einen Dialog und fordert dabei alle Seiten heraus, die im Schatten stehenden Probleme ins Licht zu rücken.

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Luki von der Gracht
INSPIRATION IMAGINATION DEDICATION | LUKI VON DER GRACHT
Sound-Installation | 17.15 – 22.00 Uhr Foyer

In Luki von der Gracht’s Werk ist jede Arbeit Fragment einer größeren Suche, die wie ein Puzzle angeordnet ist, aber mit Lücken und offenen Fragen, die Identität ergründen. Es finden sich darin Wiederholungen, Veränderungen und Verwandlungen, die sensibel aus persönlichen Erfahrungen und Auseinandersetzungen mit medialen Umwelten schöpfen. Das interdisziplinäre musikalische Gruppenprojekt involviert Teilnehmende der LSBTI*-Community und stellt sich der Frage, wie Empowerment funktioniert, was uns antreibt und Kraft gibt. Luki sieht die künstlerische Arbeit als Werkzeug, um Heilung zu bewirken und zu empowern, dabei schöpfen ihre Arbeiten immer aus persönlichen Erfahrungen.
Das Zwischenresultat dieses on-going Projektes wird hier anhand ausgewählter Songs, die im Rahmen von TRANSIT entstanden sind, gezeigt.

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Bild Isaac1
MAISKIND | ISAAC ESPINOZA HIDROBO
Dance Gathering / Film| 17.15 – 18.00 Uhr Außengelände | 19.45 - 20.15 Uhr Bühne 3

Ausgehend vom Schöpfungsmythos der Maya, nach dem die Götter die ersten Menschen aus Mais schufen, geht die Künstlerin iSaAc Espinoza Hidrobo der Frage nach, wie die westliche Perspektive transformiert werden kann, um unsere Verbindung nicht in der Gleichheit aller, sondern in unseren Unterschieden zu erkennen. Denn „it is not about you, it’s about all of us.“ maiskind bildet eine transdisziplinäre Zusammenarbeit mit verschiedenen Künstler*innen (Tänzer*innen, Musiker*innen, bildende Künstler*innen) sowie Kunst- und Tanzbegeisterten rund um die Bedeutung von Identität, Empathie und Gemeinsamkeit. Das Projekt hat durch seine Dance Gatherings im öffentlichen Raum Kölns Türen geöffnet, um sich gemeinsam zu bewegen, zu genießen und mit sich selbst, anderen und der Außenwelt in Verbindung zu treten.

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Fake Friktion
EIN MUSEUM DER AUFMERKSAMKEITEN | FAKE FRIKTION
Installative Performance | 19.30 – 20.15 Uhr & 21.15 – 22.00 Uhr Bühne 2

In einem Zeitalter, in dem Informationen im Überfluss vorhanden sind, wird unsere Aufmerksamkeit zur Ware. Der transdisziplinäre Organismus Fake Friktion geht dabei der Frage nach, wie unsere Aufmerksamkeit gelenkt wird / werden kann. In einer performativen Installation möchte Fake Friktion die Mechanismen und Gefahren der digitalen Aufmerksamkeitsökonomie aufzeigen, Absurditäten entlarven und spielerisch zwischen virtuellen und analogen Räumen, zwischen darstellender und bildender Kunst forschen.

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Renate Mihatsch
SO VERY CLOSE - IN PROGRESS | RENATE MIHATSCH
Performance | 18.45 – 19.15 Uhr Außengelände

So Very Close – in progress gibt einen Einblick in einen Arbeitsprozess
Ein Prozess des Zusammen- und Übertragens
Ein Nachspüren von Spannungen zwischen Härte und Sensibilität
Zwischen Einfordern, Einfühlen, Hinfühlen
Eine Kollaboration diverser Künstler*innen
Material und Subjekt
Körper in Bewegung
Sonnen- zu Scheinwerferlicht
Gras und Körper
Schall in der Erde
Schall in der Luft

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11 12 13 ET AL. | MANUEL TALARICO
Bühnenstück | 20.30 – 21.15 Uhr Bühne 3

(...) mein Onkel hatte auch einen Klon, seinen Zwilling, der kurz nach der Geburt verstarb. Ebenso starb sein älterer Bruder, als sie noch Kinder waren, 1962. Er war neun, der Zwilling, der überlebte, vier, Mama zehn, meine Tante dreizehn. Der große Bruder erzählte dem kleinen von den Sternen, wenn sie in Sommernächten in den Maisfeldern lagen. Der Kleine wurde Ingenieur und gab die Faszination an Flugzeugen und Raketen an seinen Patensohn weiter. Dieser, mein ältester Bruder wiederum hat mich mit dem Science-Fiction- und Weltraum-Faible angesteckt...und das alles geht möglicherweise auf den Onkel zurück, der neunjährig starb? (...)

11 12 13 et al. arbeitet mit vielperspektivischem Erzählen, multidirektionaler Geschichte und Biografie. Wie erzählen wir die eigene Biografie, was sind Deine Geschichten, was sollen unsere Geschichten sein?

Dieses Recherche- und Schreibprojekt startete aus einer gewissen Ratlosigkeit heraus, ob die künstlerische Praxis der Aneignung und des Remix möglicherweise einer verinnerlichten Konsumhaltung entspringt, die - unbewusst vielleicht - nicht einmal Halt macht vor Schicksalen, Biografien und Kulturpraktiken anderer? Was macht das mit den Konsumenten, mit den Konsumierten?