Bild: Children of Compost - virtuellestheater
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Information zur Veranstaltung

»Nachts hält mich ein unlösbares Rätsel wach – Gedanken über nachhaltiges Leben, ewiges Leben auf unserem Planeten. Einatmen, was andere brauchen, dann pures Gift ausatmen. In meinen Träumen: aufgeschlitzte Kadaver, aus denen bunter Plastikmüll quillt, schwindelerregende Kreisläufe der Wieder- und Neuverwertung, dazwischen glitzernde Schleimspuren. Globale Überflutung erregt mal ozeanische Gefühle, mal flüssige Fantasien von schaumgeborenen Hybridwesen auf toxischen Stränden. Was ist das, Leben? Was bedeuten Sorgfalt, Verantwortung? Ist das gemeinsame Überleben aller Wesen auf einem zerstörten Planeten überhaupt möglich?«

Die Weltnaturschutzorganisation (IUCN) zählt 310 ausgestorbene Arten, 117 möglicherweise ausgestorbene Arten, zusätzlich 14 Arten, acht Unter- und fünf Weichtierunterarten, die nicht mehr in der Wildnis zu finden sind, sondern nur noch in Gefangenschaft leben.

»Da frage ich mich – wenn alles im Fluss wäre, also wirklich alles, gäbe es dann überhaupt noch Materie? Und wenn es keine Materie mehr gäbe, wäre dann noch irgendetwas von Bedeutung? Wenn alles im Fluss wäre, würde dieses Fließen dann als konstant gelten? Kann etwas, dass kontinuierlich die Form wechselt, für die Ewigkeit sein, kann etwas dass fließend ist auf seine eigene Art konstant sein?«

virtuellestheater schließen Verwandtschaft mit der letzten Posthornschnecke und bilden ein Cluster gegenseitiger Fürsorge. Gebend statt nehmend formen sie symbiotische Körper. Die Zukunft gehört den Children of Compost.

virtuellestheater hat sich 2015 aus sieben in Hamburg und Berlin lebenden und arbeitenden Künstler*innen gegründet. virtuellestheater ist nicht nur ein Gruppenname, sondern auch die Bezeichnung einer bestimmten Herangehensweise an (performative) Kunst. In Zeiten von neoliberaler Weltbildung möchte virtuellestheater Raum für subversive Kritik von Gegenwart und kulturelle Agilität schaffen. Durch Verwendung nichtlinearer Erzählformen, digitaler Medien und neuer Technik entstehen spekulative Performance-Installationen für ein gutes Leben und eine bessere Zukunft.

In englischer Sprache.

von und mit: Janne Nora Kummer, Max Gadow, Sven Björn Popp, Fee Römer, Magic Island, Sam Aldridge, Amarnah Amuludun Assistenz: Isabelle Wapnitz Produktion: Johanna J. Thomas, Lisanne Grotz Eine Produktion von virtuellestheater in Kooperation mit dem Ballhaus Ost. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds, die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa und das Bezirksamt Pankow, Amt für Weiterbildung und Kultur – Fachbereich Kunst und Kultur.