Bild: Concert in the Dark
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Information zur Veranstaltung

Concert in the Dark

Shawn Grocott (Posaune) & Ensemble 
Leitung/Konzept: Shawn Grocott & Folkert Uhde

In Zusammenarbeit mit dem Kultursekretariat NRW Gütersloh

„Concert in the Dark“ ist ein ungewöhnliches und spannendes Projekt: Es reduziert das Erleben von Musik auf das Wesentliche – den Klang im Raum. In völliger Dunkelheit (erreicht durch größtmögliche Raumverdunklung und die Verwendung von Augenmasken) verändert sich die Wahrnehmung jedes Einzelnen. Ohne visuelle Ablenkung, konzentriert allein auf die akustische Sinneswahrnehmung, nimmt der/die Konzertbesucher/in die Feinheiten und Schattierungen der Musik umso intensiver wahr, erlebt eine besondere Synthese von Raum und Musik. 
Erstmalig konzipiert wurde „Concert in the Dark“ 2010 für die außergewöhnliche Architektur und den besonderen Klangraum des „Hangar 21“ in Detmold; seither fanden zahlreiche Fortsetzungen in den unterschiedlichsten Räumlichkeiten und mit variablen Besetzungen und Musikprogrammen statt. 
Der kanadische Posaunist Shawn Grocott lebt seit 1995 in Deutschland. Er ist Dozent für Posaune an der Hochschule für Musik in Detmold und spielt als regelmäßiger Gast u. a. bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Folkert Uhde war viele Jahre u. a. als Dramaturg für die Akademie für Alte Musik Berlin tätig und initiierte, programmierte und organisierte mehrere Konzertreihen und Festivals, z. B. seit 2002 die „Biennale Alter Musik Zeitfenster“ in Zusammenarbeit mit dem Konzerthaus Berlin. 

Nachtmusik – Das ziemlich andere Konzerterlebnis! 

Kurz, aber intensiv: Eine gute Stunde (ohne Pause) dauern die Kempener Nachtmusiken. Der wunderbare Raum der Paterskirche darf einmal pur wirken: Er ist ganz leer, aber stimmungsvoll ausgeleuchtet. Die üblichen Konzertrituale vergessen wir. Sie suchen Ihren Platz, wo und wie Sie wollen – auf dem Teppichboden, im Chorgestühl, an die Wand gelehnt. Vielleicht legen Sie sich hin und hören die Musik mit dem Kreuzgewölbe der Kirche im Blick? Oder Sie bringen sich was Kleines mit zum Sitzen. Oder Sie kaufen sich für 9 Euro einen der Kempen-Klassik-Falthocker, mit drei Handgriffen blitzschnell aufgestellte, sehr stabile Hocker aus Pappe, wie man sie schon seit vielen Jahren von den katholischen und evangelischen Kirchentagen her kennt. 
Die Musik, die Künstler, die den Raum zum Klingen bringen, sind von der Sorte, die in keine Schublade passen. „U“- und „E“-Musik sind für sie keine sinnvollen Kategorien. Aber höchste Intensität, professionelle Qualität und ein Publikum, das sich einlässt auf das Unerhörte – darauf kommt es ihnen/uns an. 
Wenn Sie ein bisschen früher kommen, trinken wir vielleicht einen Aperitif zusammen. Wir laden Sie ein dazu. Wir werden nicht allzu viele sein, denn diese Art des Musikgenusses geht nicht in der Masse. 
Kurz: Ungewöhnliche Künstler, ungewöhnliche Musik, ungewöhnliche Zeit, ungewöhnliche Form. Und ungewöhnliches Publikum?