Das Konkordat zwischen Kirche und Staat in Deutschland - und die Bedeutung für den einzelnen Menschen Tickets - Freiburg im Breisgau, Albert-Ludwigs-Universität, KG I, Hörsaal 1010

Event-Datum
Freitag, den 06. Juli 2018
Beginn: 15:00 Uhr
Event-Ort
Platz der Universität 3,
79098 Freiburg im Breisgau
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Lammers-Koll-Verlag (Kontakt)

Die Berechtigung für den ermäßigten Preis umfasst:
Arbeitslose
Rentner
Schüler
Student
Rollstuhlfahrer
Schwerbehindert ab 50 Prozent

Begleitperson benötigt kein eigenes Ticket
Ticketpreise
ab 45,00 EUR und Ermäßigungen
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Bild: Das Konkordat zwischen Kirche und Staat in Deutschland
Dr. Carsten Frerk, Politologe, Autor, Journalist spricht über die historische Dimension und Kontinuität dieser Konkordate, ihre Inhalte und die genaue Zusammenarbeit zwischen Kirche und Staat und zeigt die dadurch bedingte Einschränkung der Rechte des Individuums auf.

Heinz Grill, Autor, Begründer eines Schulungsweges zur Individuation, stellt einen Weg zu einer reifen Urteilsbildung ohne autoritative Beeinflussung dar.

Die Begriffe Manipulationen, Suggestionen, autoritative Beeinflussungen erhalten eine phänomenologische Betrachtung. Anschließende Podiumsdiskussion.

VERANSTALUNGSINFORMATIONEN:

Das Konkordat zwischen Kirche und Staat in Deutschland und die Bedeutung für den einzelnen Menschen.


Deutschland ist ein demokratischer Rechtsstaat, in dem vor dem Gesetz alle Menschen gleich sind. Zumindest in der Theorie darf niemand wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Die Praxis sieht leider anders aus. In der Justiz gibt es beispielsweise einen rechtseigenen Raum, in dem die Grundrechte nur eingeschränkt gelten. Obwohl gemäß Art. 140 Grundgesetz in Verbindung mit Art. 137 Weimarer Reichsverfassung in Deutschland keine Staatskirche besteht, haben die beiden Amtskirchen eine große Einflussnahme auf politische und juristische Entscheidungen.

Wie genau diese Zusammenarbeit stattfindet und was das für jeden Einzelnen bedeutet soll in dieser Tagung thematisiert werden. Aber auch die wichtige Frage, wie der Einzelne mit autoritativen Beeinflussungen, Suggestionen und Manipulationen umgehen und zu einer freien, reifen Urteilsbildung finden kann, soll dargestellt werden.

VORTRAG: Dr. Carsten Frerk 15:00 Uhr – 16:15 Uhr

Die Einschränkung der Rechte des Individuums

„Was ich von den Konkordaten zwischen katholischer Kirche und dem Staat halte? Nichts, denn sie interessieren und betreffen mich nicht!“ Eine weit verbreitete und dennoch falsche Ansicht, da die Konkordate und die in ihnen enthaltenen Vereinbarungen jeden einzelnen von uns direkt betreffen oder betreffen können.
Carsten Frerk eröffnet in seinem Vortrag die historische Dimension und Kontinuität dieser Konkordate. Mit ihnen bekunden Staat und Katholische Kirche, sich „im Einklang zu befinden“ (concordare). Sie sind insofern einzigartig, weil der deutsche Staat mit keiner anderen nicht-staatlichen Organisation derartige völkerrechtlich verbindliche Verträge abschließt.
Nach Erläuterungen, was alles in diesen Konkordaten geregelt ist, wird dann erläutert, wie diese Zusammenarbeit zwischen Katholischer Kirche und dem Staat gestaltet ist, welchen Zugang die Katholische Kirche zu den Parlamentariern und den Gesetzgebungsverfahren hat und wie sie in die Ausgestaltung von Gesetzen eingreift. Anhand von Beispielen wird aufgezeigt, wie sich die katholische Dogmatik in der säkularen Gesetzgebung wiederfindet und inwiefern jeder von uns davon betroffen ist. Das reicht von der Stellung der Frau, dem Schwangerschaftsabbruch bis hin zur Strafbarkeit der Sterbehilfe.
Ebenso wird verdeutlicht, wie diese Arbeitsgemeinschaft „Staat/Katholische Kirche“ sich früher zwar anders darstellte („Halt du sie dumm, ich halt sie arm“) aber immer noch zum Vorteil der Katholischen Kirche funktioniert, die darin aber auch ihren eigenen Anspruch, „Sprachrohr der Sprachlosen und Armen“ zu sein, nicht wahrnimmt.

Dr. Carsten Frerk ist Politologe, Autor und Publizist. Er hat mehrere Bücher veröffentlicht wie z.B. „Kirchenrepublik Deutschland“ und „Violettbuch Kirchenfinanzen. Wie der Staat die Kirchen finanziert.“

www.carstenfrerk.de

VORTRAG: Heinz Grill 16:45 Uhr – 18:00 Uhr

Ein Weg zu einer reifen Urteilsbildung ohne autoritative Beeinflussung
Was sind autoritative Beeinflussungen, Suggestionen, Manipulationen?

Suggestionen und manipulative Beeinflussungen blockieren die gesunde Reifeentwicklung der Persönlichkeit zu Freiheit und ganzer Verantwortung. Was aber kann der Einzelne tun, wenn er sich der ungesehenen Einflüsse, die ihn in vielen Lebensbereichen bestimmen, bewusster wird? Wie kann er sich ein rechtes Urteil aneignen zu einer Rede, einer Zeitungsmeldung oder einem anderen Menschen? Wie kann er sicher sein, dass er seine Entscheidungen frei von äußeren Einflüssen und den Wirkungen von Suggestionen und Manipulationen trifft? Diesen wichtigen Fragen widmet sich Heinz Grill in seinem Vortrag.

Heinz Grill ist Autor, Heilpraktiker und Begründer eines Schulungsweges zur Individuation. Das wesentlichste Anliegen seiner Vortragstätigkeit ist eine Spiritualität, die unabhängig von Glaubensrichtung, religiösen Bekenntnissen und Gruppierungen jedem Menschen zugestanden werden muss. In seinem Hauptwerk „Das Wesensgeheimnis der Seele“, sind vier große Entwicklungsprozesse im sozialen und pädagogischen Umgang beschrieben. Seine gesamte Literatur von ca. 70 Büchern zielt darauf ab, in den verschiedenen Lebensgebieten und Fachbereichen die schöpferische Mitte des Menschen mit weitreichenden Idealen zu stärken.

www.heinz-grill.de


18 – 18.45 Pause mit kleinem Imbiss
anschließend Podiumsdiskussion

Im Gespräch mit den Referenten können Fragen erörtert werden.

Albert-Ludwigs-Universität, KG I, Hörsaal 1010, Freiburg im Breisgau