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Information zur Veranstaltung

George erzählt uns von seiner Terrorzelle. Er ist der genialische Drahtzieher, der die perfiden Pläne ausheckt. Ihm zu Gebot stehen drei Bombenleger und eine Chemikerin, die die Sprengsätze baut. Sie bereiten einen großen Anschlag vor – der Generalgouverneur soll sterben.

Hinter Erzähler George steckt Boris Sawinkow, der Autor des Romans „Das fahle Pferd“. Und er beschreibt einen realen Anschlag, der sich 1905 in Moskau zutrug und an dem er selbst maßgeblich beteiligt war. Sawinkow war ohne Frage zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine der schillerndsten Persönlichkeiten der Zeitgeschichte. Das Lexikon führt ihn unter der Berufsbezeichnung Terrorist, Politiker, Schriftsteller. Als „General des Terrors“ war er eine lebende Legende, als er - 1907 nach Paris geflüchtet - seine blutigen Taten zu diesem zu Unrecht vergessenen literarischen Meisterwerk verdichtete. Mit dem einen Bein in den Fußstapfen Dostojewskis, mit dem anderen auf dem Sprung in die Moderne ...

„Das fahle Pferd“, das schon im Titel die Apokalypse als Metapher für den Terror prägt, bringt ein ganzes Jahrhundert der terroristischen Phänomene assoziativ zum Schwingen. Sawinkow entfaltet ein Panoptikum der Tatmotive und nimmt den Existentialismus vorweg. Die Terrorzelle als existentiell lebendiger Organismus – Eros und Thanatos gehen Hand in Hand. Ein tiefgründiger Thriller aus dem Nähkästchen eines echten Terroristen.


Mit: Robert Atzlinger | Jan Viethen | Boris Rosenberger | Ufuk Cakmak | Britta Scheerer | Christoph Franz | Agnes Decker
Regie: Daniel Klumpp | Ausstattung: Gesine Mahr | Lichtgestaltung: Ingo Jooß