Bild: Der Kontrabass - Theater Krefeld Mönchengladbach
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Information zur Veranstaltung

Ein Kontrabassist: Mitte fünfzig, verbeamtet und aussichtslos verliebt in die Mezzosopranistin Sarah. Er hasst Wagner, unterschlägt aus Rache gerne mal ein paar Noten, findet Dirigenten überflüssig und kämpft mit Bier gegen Feuchtigkeitsverlust und Staatsorchesterfrust. Gerne und ausführlich erklärt er sein Instrument, das immer irgendwo hinten im Orchester Platz nehmen muss, erläutert (grauenvolle) Kontrabass-Soli am Plattenspieler und offenbart so mehr und mehr den eigentlichen Grund seiner Misere – das „schreckliche, unhandliche und uneleganteste Instrument“, mit dem er in einer Hassliebe verbunden ist. Patrick Süskinds 1981 in München uraufgeführter Monolog über die Hassliebe eines Kontrabassisten zu seinem lebensspendenden und -vernichtenden Instrument ist ein Paradestück für einen Schauspieler. Komik und scharfsinnige Beobachtung spannen einen ebenso vergnüglichen wie tiefsinnigen Bogen, der die Schwingungen des menschlichen Zusammenspiel(en)s ‚nachstreicht’.

Der Schauspieler Michael Ophelders hat seinen Solo-Abend bereits mit großem Erfolg am Theater Trier und an etlichen anderen Theatern in Deutschland aufgeführt. Am Gemeinschaftstheater ist er nun eine willkommene Ergänzung des Spielplans. Patrick Süskind schrieb nach einem Geschichtsstudium zahlreiche Kurzgeschichten und Drehbücher für das Fernsehen. Zu den beliebtesten Serien, deren Drehbücher er mit dem Regisseur Helmut Dietl verfasste, gehörten Kir Royal und Monaco Franze. Als Theaterautor debütierte er 1981 mit dem Einakter Der Kontrabass. Dieser Monolog über eine arme Musikantenseele wurde zu einem Dauerbrenner auf deutschen Bühnen. Der große Welterfolg gelang Süskind 1985 mit dem Roman Das Parfum, der in mehr als 33 Sprachen übersetzt wurde.