„Der Morgen riecht immer nach Raubtieren“ Tickets - Augsburg, Kino Liliom

Event-Datum
Samstag, den 02. März 2019
Beginn: 14:30 Uhr
Event-Ort
Unterer Graben 1,
86152 Augsburg
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Kulturamt der Stadt Augsburg (Kontakt)

Ermäßigungen:
SchülerInnen / Studierende / Arbeitslose / Schwerbehinderte / Wehr- und BuFdienstleistende

Kultursozialticket (Tafelausweis) für 1 €:
für Restkarten an der Abendkasse ab 15 Min vor Veranstaltungsbeginn

KAROCARD: 0,50 € Ermäßigung auf Normalpreistickets

FÜR ALLE GILT: Ermäßigungen können nicht miteinander kombiniert werden. Entsprechende Nachweise müssen unaufgefordert am Einlass mit dem Ticket vorgewiesen werden.

RollstuhlfahrerInnen:
Ermäßigte Tickets für RollstuhlfahrerInnen können bei allen VVK-Stellen und online gebucht werden (jeweils als...(Mehr Info)
Ticketpreise
ab 10,00 EUR und Ermäßigungen
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„Der Morgen riecht immer nach Raubtieren“

Bild: „Der Morgen riecht immer nach Raubtieren“
1920-24: Brecht im Dschungel von Berlin

Dr. Michael Friedrichs biografische Brecht-Lectures zeugen von großer Ken-nerschaft und reichem Detailwissen. Mit detektivischer Genauigkeit zeichnet er aus Bildern, Notizen, Zitaten und anderen Artefakten ein erhellendes Bild von Brecht in seinem alltäglichen Umfeld. Für das Brechtfestival nimmt Friedrichs mit der Schauspie-lerin Ute Fiedler Brechts Fährte auf und folgt dem jungen Dichter durch die Straßen der Großstadt Berlin.

Bertolt Brecht unternimmt in den Jahren 1920 bis 1924 mehrere Reisen nach Berlin, ehe er Augsburg im September 1924 endgültig den Rücken kehrt. Berlin verschafft ihm das erregende Erlebnis einer Großstadt, die er erobern will und deren Sound er in den Ohren hat. Schon die erste Reise ist ergiebig. Hedda Kuhn, eine frühere Kommilitonin aus München, unterstützt ihn. Brecht lernt Dora Mannheim kennen, die für Kiepenheu-er arbeitet. Beide vermitteln ihm wichtige Kontakte zur Bühne, zum Verlag, zur Kaba-rett-Szene – ein Netzwerk für die kommenden Jahre. Aber der Geldmangel! Und Ge-sundheitsprobleme! Darüber hinaus sind menschliche Bedürfnisse zu befriedigen: In der Zeit des Berlinpendelns führt Brecht fünf oder sechs enge Beziehungen zu Frauen, darunter Hedda Kuhn, Paula Banholzer und Marianne Zoff. Außerdem pflegt er eine en-ge Freundschaft mit dem Schriftsteller Arnold Bronnen. Dr. Michael Friedrichs rekon-struiert Brechts Alltag in dieser Zeit und beschreibt, wie sich der Autor in den frühen 1920er Jahren vom Großstadt-Flair Berlins einfangen ließ und wie er seine Eindrücke literarisch verarbeitete in Gedichten, Theatertexten und Erzählungen. Eine Zeit, die den jungen Autor vor existenzielle Herausforderungen stellte, denn „Der Morgen riecht im-mer nach Raubtieren“ (Notizbuch 10, November 1921).

Konzept: Dr. Michael Friedrichs. Mit: Dr. Michael Friedrichs, Ute Fiedler
Eine Produktion des Brechtfestivals in Kooperation mit dem Staatstheater Augsburg.


Dauer: 1 Stunde 20 Minuten


(c) Christian Menkel