Bild: Der gefallene Engel - Bach-Chor Konstanz
Tickets für die Aufführung Der gefallene Engel jetzt im Vorverkauf sichern und den Bach-Chor Konstanz live erleben. weitere Infos

Information zur Veranstaltung

Der gefallene Engel im Rahmen des Konstanzer Chorfestivals

Der gefallene Engel ist eine Art überdimensionierte, kammermusikalische Kantate für 8 Solisten, Kammerchor und 13 Instrumentalisten, die in einem profanen Raum aufgeführt werden soll.

Inhaltlicher Ausgangspunkt ist „Imperia auf dem Konzil“: die „Hure“ Imperia (in vielfacher Gestalt: als keusche römische Lucretia, als gebildete Lucretia de Paris, als verderbt/ruchlose Lucrezia (sic?) Borgia und als Balzacs Imperia mit dem „armen Pfäfflein“ als Gegenspieler) bildet die zentrale Achse, um die das Geschehen, „das Konzil/die Welt“, unaufhörlich/endlos kreist. Die tonangebenden Protagonisten des Konzils (Kaiser Sigismund, Herzog Friedrich IV, Barbara von Cilli, Guillaume Fillastre, die drei Päpste und Martin V, Jan Hus, Oswald von Wolkenstein, Fida Pfister und das arme Pfäfflein) erscheinen in zyklischer Bewegung und exponieren monologisierend/dialogisierend sich und ihre Sicht „des Konzils“ und „der Welt“. Der Text besteht somit aus einer Collage von verknappten Statements, die zum einen die Personen und ihre Haltungen definieren, zum andern die mit ihnen verbundenen, zentralen geistlich/moralischen Probleme in durchaus kritischer und heutiger Sicht ansprechen. Imperia „empfängt“ sie alle und kommentiert deren Statements aus ihrer Sicht.

Diesem Geschehen gegenüber steht Constanzia, der Kammerchor. Er vertritt die Einwohner, das Volk von Konstanz, das zwar das Konzil als grosse (durchaus weltliche) Kirmes feiert, gleichzeitig aber auch seine grosse, unüberwindliche Distanz dazu zum Ausdruck bringt.