Bild: Bach-Chor Konstanz
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Information zur Veranstaltung

Nach seiner Uraufführung im Jahre 1755 war Carl Heinrich Grauns (1704-1759) Passionsoratorium „Der Tod Jesu“ die meistaufgeführte Passionsmusik in Deutschland. In vielen deutschen Städten gab es jährliche Aufführungen, darunter stets am Karfreitag von der Berliner Sing-Akademie. Das Libretto stammt von Karl Wilhelm Ramler (1725-1798) und wurde u.a. auch von G. Ph. Telemann vertont. Die Besonderheit: es stellt keine vollständige Nacherzählung der Passion Christi dar und zitiert auch keine Bibeltexte. Die Passionsgeschichte wird kommentierend interpretiert und es werden emotionale Höhepunkte und Aspekte der Passion präsentiert, so dass das Werk den Zeitgenossen als „empfindungsvolles lyrisches Oratorium“ galt. Das Werk wurde erst im 19. Jahrhundert im Zuge der Bach-Renaissance durch die Bachschen Passionen verdrängt, erfreut sich aber mittlerweile wieder großer Beliebtheit.

Michael Stadtherr (*1984) absolvierte nach dem Studium der Schul- und Kirchenmusik (A) Aufbaustudiengänge in Dirigieren mit Schwerpunkt Chorleitung sowie Gesang und Gesangspädagogik an der staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen und der Hochschule für Kirchenmusik der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Nach ersten beruflichen Stationen als Kirchenmusiker an der Stiftskirche Herrenberg und der Stadtkirche in Böblingen war er seit 2015 Bezirkskantor im Kirchenbezirk Esslingen. Seit 2018 ist er als Nachfolger von Claus Gunter Biegert Kirchenmusiker an der Konstanzer Lutherkirche und Bezirkskantor für den Kirchenbezirk Konstanz.