Die Bretter, die die Welt bedeuten | Embawo Ezitegeza Ens Tickets - Berlin, Ballhaus Ost / Saal

Event-Datum
Samstag, den 30. März 2019
Beginn: 20:00 Uhr
Event-Ort
Pappelallee 15,
10437 Berlin
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Ballhaus Ost (Kontakt)

Ermäßigungen nur gegen Vorlage eines gültigen Berechtigungsnachweises.
Ermäßigte Karten erhalten Schüler, Studenten, Arbeitslose und Rentner bei Vorlage des entsprechenden Nachweises. Schwerbehinderte erhalten gegen Nachweis ermäßigten Eintritt, für die Begleitperson ist der Eintritt frei. Da nicht alle Veranstaltungen am Ballhaus Ost barrierefrei zugänglich sind, bitten wir um telefonische Voranmeldung unter 030 44 049 250. Sonderpreise für Schulklassen und Gruppen auf Anfrage.

Bereits erworbene Karten können grundsätzlich nicht zurückgenommen oder umgetauscht werden.
Für verfallene...(Mehr Info)
Ticketpreise
ab 16,50 EUR und Ermäßigungen
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Bild: Die Bretter, die die Welt bedeuten - Christoph Winkler
Friedrich Schiller setzt in seinem Gedicht »An die Freude« seine überschaubare Weimarer Welt mit den großen Verhältnissen in der Welt in Beziehung. Ausgehend von seinen Zeilen »Sehn wir doch das Große aller Zeiten / Auf den Brettern, die die Welt bedeuten« hinterfragen Christoph Winkler und Robert Ssempijja in ihrer gemeinsamen Arbeit das Verhältnis von afrikanischem Tanz und westlichen, zeitgenössischem Tanz.
Robert Ssempijja bringt symbolisch Bodenbretter des einzigen Tanzstudios in Kampala für zeitgenössischen Tanz nach Berlin. Diese Bretter sind ein Symbol für die Identität der Tanzszene Ugandas. Mit ihrem Umzug nach Berlin reisen auch all die Ideen mit, welche auf ihnen entworfen wurden, und stellen sie dadurch in einen neuen Kontext. Wem gehören die Bretter, die die Welt bedeuten, was wird darauf gespielt und von wessen Welt ist da die Rede?
Bei Friedrich Schiller geht die Faszination für das Unbekannte der weiten Welt einher mit der Zufriedenheit mit der eigenen Situation. Eine mentale Konstellation, die sich so durchaus auch auf unsere heutige Situation übertragen lässt. Gerne plädieren wir für mehr Teilhabe und würden post-koloniale Effekte korrigieren, aber dies würde bedeuten, dass sich auch die eigene Situation ändern muss. Schaut man auf den westlichen Tanz, so wird schnell klar, dass dessen Ästhetiken einen weißen Erfahrungshintergrund haben. Daraus entwickeln sich Präferenzen für bestimmte Körperkonzepte, die unsere Idee von zeitgenössischem Tanz prägen. Dies kreiert eine kulturelle Dominanz welche für uns selbst weniger spürbar ist, für junge afrikanische Choreograf*innen wie Robert Ssempijja dagegen schon. Während der Performance werden die Bodenbretter aus Kampala Stück für Stück wieder zusammengesetzt und geben dem Darsteller die Möglichkeit, in Tänzen und Geschichten über den Austausch zwischen den beiden Welten zu erzählen.

Robert Ssempijja studierte u.a. an der Ecolé des Sables in Senegal. Sein Stil verbindet traditionellen Tanz aus Uganda mit Breakdance und zeitgenössischen Tanztechniken.

Konzept / Choreographie: Christoph Winkler
Choreografie, Tanz: Robert Ssempijja
Ausstattung: Valentina Primavera
Technische Leitung Berlin: Fabian Eichner
Produktionsdramaturgie: ehrliche arbeit – freies Kulturbüro

Eine Produktion von Christoph Winkler und ehrliche arbeit – freies Kulturbüro in Kooperation mit dem Ballhaus Ost. Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa und den Fonds Darstellende Künste e. V..