Die Frau und die Stadt - Eine Nacht im Leben der Gertrud Kolmar Tickets - Bad Oeynhausen, Theater im Park

Event-Datum
Freitag, den 29. März 2019
Beginn: 19:30 Uhr
Event-Ort
Im Kurpark,
32545 Bad Oeynhausen
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Staatsbad Bad Oeynhausen GmbH (Kontakt)

Rollstuhlplätze und Karten für Schwerbehinderte mit Ausweis B/Begleitpersonen werden ausschließlich über die Staatsbad GmbH 05731-1300 verkauft
Kontrolle der Ermäßigungen am Einlass
Ticketpreise
von 19,50 EUR bis 24,50 EUR und Ermäßigungen
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Bild: Die Frau und die Stadt - Cargo Collective
An einem ihrer letzten Berliner Tage besteigt Gertrud Kolmar im Morgengrauen die Siegessäule, um zu springen, um Schluss zu machen, selbstbestimmt, wenn auch nicht aus freien Stücken. Sie will Schluss machen mit einer Welt und einer Stadt, von denen sie geglaubt hatte, sie seien ihr zugetan. Und sie sagt sich beinahe mehr von diesem Steinmeer los als von den Menschen, die es bevölkern. Schließlich steigt sie wieder herunter. Sie hat beschlossen, durchzuhalten.

Was ist eigentlich „bewegtbildtheater“ ? Seit mehr als 10 Jahren arbeiten Martina Roth und Johannes Conen an dieser besonderen Darstellungsform, das mit außergewöhnlicher Konsequenz Schauspiel und Projektionstechnik originell miteinander verbindet. Die echte Darstellerin auf der Bühne verschmilzt hierbei mit Personen, die als Film auf einer Leinwand zu sehen sind, und beide agieren miteinander. Ein technisch und schauspielerisch hochdiffiziler Akt. Der Film ist wesentlicher Bestandteil des Bühnenstücks. Eine Spielart, die Extremleistungen von einer Schauspielerin abverlangt, gilt es doch, fast eineinhalb Stunden synchron mit den von ihr selbst im Film dargestellten Figuren zu bleiben. So ungewöhnlich diese Spielform sein mag, umso geeigneter scheint sie für das von Gerlind Reinshagen verfasste Bühnenstück, die in diesem fiktiven Monolog die innere Zerrissenheit der jüdischen Lyrikerin Gertrud Kolmar in jener Nacht beschreibt, in der diese die Stufen der Siegessäule emporsteigt, um sich umzubringen
Bild: Kurpark Bad Oeynhausen

Der Kurpark - mit einer Größe von ca. 26 Hektar - wurde zwischen 1851 und 1853 nach Plänen von Peter Josef Lenné, dem bedeutendsten Gartenbaumeister seiner Zeit, als Landschaftspark angelegt und beständig erweitert. Besucher treffen hier auf Zeugnisse einer glanzvollen und mondänen Kur- und Bäderwelt, die ihren Höhepunkt am Anfang des 20. Jahrhunderts hatte. In den letzten Jahren wurden Teile der Kurparkachse nach dem Vorbild der Jahrhundertwende erneuert und der Charakter des Landschaftsparks wieder hergestellt.

Das Theater im Park - Die Unterhaltung der Badegäste gehörte schon seit der Entstehung Bad Oeynhausens zum festen Bestandteil des Kurlebens. Lustspiele, Possen und kleine Singspiele wurden seit Ende des 19. Jahrhunderts im Kurhaus von einem eigenen Ensemble aufgeführt. Nach der Errichtung des neuen Kurhauses wurde das alte Gebäude weiter als Theater genutzt. Die von Chronist Paul Baehr als „völlig unzureichend“ bezeichneten Bühnenverhältnisse besserten sich erst, als 1910 ein Brand diesen Bau vernichtete und ein neues Haus geplant wurde. Zunächst diente von 1910 bis 1914 ein Behelfsbau als Theater.

Die Wandelhalle - wurde 1926 als großzügiger neoklassizistischer Ersatz für den kleinen Trinkbrunnen im Park errichtet. Nach mehrfachen Umgestaltungen und baulichen Veränderungen wurde das Gebäude im Jahr 2008 umfassend restauriert und wieder in seine ursprüngliche Form zurückverwandelt. Neben ausgesuchten Geschäften, befindet sich das Café „Wandelbar“ in den Seitenflügeln. Regelmäßig werden Kurkonzerte, Lesungen und Veranstaltungen auf der Bühne des Hauptgebäudes angeboten. Immer noch können die Besucher des Kurparks während der Woche hier das Quellwasser verkosten. Neben zwei Brunnennischen mit Zapfhähnen befinden sich Informationen über Zusammensetzung und Wirkung der Quellen, sowie Gläser für den Gebrauch.