Bild: Die Regierung
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Information zur Veranstaltung

Tilman Rossmy, Sänger und Texter von Die Regierung, war sozusagen sitzen geblieben in der Hamburger Schule, also immer ein paar Jahre älter als die anderen. Und hatte seine eigene Popsprache schon einige Jahre vor seinem Umzug nach Hamburg gefunden. Und neben seiner Musikkarriere noch ein Physik-Studium zu Ende gebracht. Aber bleiben wir bei der Musik. Das Album „Supermüll“ wurde im Jahr 1984 aufgenommen, allerdings noch in Rossmys alter Heimatstadt Essen, und gilt für Experten der deutschen Postpunk-Historie als Meilenstein! Und „Unten“ für nicht wenige als unerreichtes Meisterwerk der deutschsprachigen Popmusik aus dem Hamburg der Neunzigerjahre. Nun also kommt ihr 4. Studioalbum in über 30 Jahren Bandgeschichte heraus. In der (Essener) Originalbesetzung. Und was soll man sagen? „Raus“ ist ein würdiges Alterswerk geworden, das man sich schöner nicht hätte ausmalen können. Die Regierung erzählen uns, wie sie sich ein letztes Mal ins Schweinwerflicht stellen („Wieder von vorn“), mit welchem Gefühl sie damals das Show-Geschäft verließen („Bemerkenswerte Menschen“), lassen uns an gedanklichen Was-wäre-gewesen-wenn-Spielen teilhaben („Konjunktiv 2“), covern lässig Lloyd Cole und noch lässiger Klee und schreiben ein tragisch komisches Lied über die eigene Lebenserwartung („30 Jahre mehr“), bevor sie sich am Ende durch den Hinterausgang wieder aus dem Staub machen: Raus!