Die Sache Makropulos - Anhaltisches Theater Dessau
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Information zur Veranstaltung

Eine außergewöhnliche Oper. Sie beginnt wie ein Krimi im Anwaltsmilieu und nimmt schrittweise Züge eines Mystery-Thrillers an. Während ein Gericht über einen mehr als 100 Jahre währenden Erbschaftsstreit entscheidet, wartet der Vertreter der einen Partei mit seinem Anwalt in dessen Kanzlei. Überraschend erscheint die gefeierte Opernsängerin Emilia Marty und zeigt ein seltsames Interesse an dem Fall. Die Diva kann dem skeptischen Anwalt und seinem Mandanten immer neue, unglaubliche Details über den Anfang des 19. Jahrhunderts verstorbenen Ferdinand Prus erzählen, auf den sich beide Parteien beziehen. Emilia Marty behauptet sogar, dass ein bisher unbekanntes Testament dieses Ferdinand Prus existieren würde. Und dieses Testament würde eindeutig zugunsten des Mandanten sprechen. Dieser, Albert Gregor, ist so fasziniert von der Anziehungskraft der Sängerin, dass er ihr Avancen macht. Er blitzt jedoch wie alle Männer, die um Emilia Marty werben, ab. Die geheimnisvolle Frau scheint die Männer, oder besser: das Leben zu verspotten. Schrittweise enthüllt Janáček das erschütternde Geheimnis hinter dieser Frau. Dabei spielt ein weiteres, rätselhaftes Dokument eine Rolle, dass die Diva mit allen Mitteln in ihren Besitz zu bringen sucht. Das Ende der Oper, die 1926 in Brünn herauskam, geht weit über die Lösung eines Kriminalfalls hinaus. Mit dieser, seiner vorletzten Oper feiert der große Komponist den Wert des Lebens und den des Todes. Aus der zynischen Komödie Karel Čapeks schuf Janáček ein ernstes, ja philosophisches Drama mit kantigen, scharfen Tönen und einem feierlichen Finale. Und mit großer Empathie für die Hauptfigur: »Ich mache sie wärmer, damit die Leute mit ihr Mitleid haben. Ich werde mich noch in sie verlieben.

(Quelle Text: anhaltisches-theater.de)