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Bild: Die Technik des Glücks - Gröschner/Mittelstädt/Vogtenhuber/Fischbeck
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Information zur Veranstaltung

Vor 100 Jahren saß Franz Jung in seinem Büro am Halleschen Ufer 32, dieselbe Adresse wie das HAU2, und stempelte mit Freund­*­innen Spartakus-Parolen auf Geldscheine. Die Revolution scheiterte, wie vieles im Leben des Schriftstellers, Dichters, Revolutionärs, Anarchisten, Finanzexperten, Schiffsentführers, Theaterautors und Mitbegründers der Kommunistischen Arbeiterpartei Deutschlands. Ein Mann, der Teile seines Lebens in der Illegalität oder im Gefängnis verbringt, mitten im Krieg Ameisen in Schokolade besorgt und es spannend findet, die Geschichte des Volkswagenwerks in einer einminütigen Radioansage zu erzählen. Franz Jung ist eine der verwegensten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Sein exzessives Bemühen, der Gesellschaft zum Besseren zu verhelfen, seine messerscharfen Analysen der Um­stände wirken bis heute. Seine Weggefährt*innen bilden das ‚Who is Who‘ der künstlerischen, politischen und sozialen Avantgarde. Anlässlich von 100 Jahren Novemberrevolution beleuchtet die Revue, gemeinsam von der Autorin Annett Gröschner, der Verlegerin Hanna Mittelstädt, der Regisseurin Rosmarie Vogtenhuber und der Szenografin und Filmemacherin Constanze Fischbeck entwickelt, diesen kontroversen Charakter. Musikalisch geleitet von der Band Die Sterne stellen sich Wolfgang Krause Zwieback, Robert Stadlober und Corinna Harfouch (im Film) dem Franz Jung, den es heute vielleicht dringender bräuchte denn je, auch wenn er 1953 schrieb: “Wenn ich nach Deutschland zurückkehre, dann nur als angetriebenes Strandgut.”