Bild: Die Tour als Skulptur: Property Matters - Daniela Brahm Bild: Die Tour als Skulptur: Property Matters - Daniela Brahm
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Information zur Veranstaltung

Der Plänterwald lässt noch heute Nachbilder von knallbunten Fahrgeschäften, Schießbuden, Dinos und Zuckerwatte aufleben. Doch auf die Zeit eines erfolgreichen Vergnügungsparks folgten Insolvenz, Plünderungen im Park und ein jahrelanges Ringen um die Zukunft des Geländes. Die mit der Eigentumsfrage verbundenen Unklarheiten haben in dieser Zeit vieles verhindert. „Die Tour als Skulptur: Property Matters“ von Daniela Brahm nimmt sich dieses Themas an und nutzt den heutigen, in einer Übergangsphase befindlichen Spreepark als Projektionsfläche für eine Tour entlang unterschiedlicher Eigentumskonzepte.

Kaum ein Begriff scheint unverrückbarer als der Begriff vom Eigentum, er ist kulturell geprägt, selbst schon fast ein Kulturgut. Die Relikte im ehemaligen Vergnügungspark geben Anlass für eine Reise durch die Welt des Bodeneigentums. Was erzählt „Merry Old England“, das Englische Dorf im Spreepark, vom englischen Grundbesitz, von „Leasehold“, den „Gentrys“ und der „Gentrification“? Was sagt Marx über Akkumulation, was ist ein „Enclosure Act“ und zu welchem Zweck wurde das beliebte Monopoly‐Spiel eigentlich erfunden? Was haben amerikanische „Homesteads“ mit den deutschen „Heimstätten“ gemein? Wilder Westen, China, Tolstoi? Und was hat das Dorf „Arden“ aus dem amerikanischen Delaware und „Kiautschou“ vom gelben Meer im Spreepark Berlin zu suchen?