Die große Kempinsky Abschieds-Revue Tickets - Nürnberg, Theater rote Bühne

Event-Datum
Freitag, den 27. Dezember 2019
Beginn: 20:00 Uhr
Event-Ort
Vordere Cramergasse 11,
90478 Nürnberg
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Rote Bühne (Kontakt)

Ermäßigung gültig für Schüler, Studenten, Azubis und Schwerbehinderte.
Ticketpreise
ab 32,90 EUR und Ermäßigungen
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Bild: Die große Kempinsky Abschieds-Revue - Theater rote Bühne
Swingende Jazz-Rhythmen, tanz-theatrale Melancholie und scharfsinnig-schwarzer
Humor bilden das Grundgerüst für diese bunte, unglaublich mitreißende Revue. Man befindet sich im Jahr 1933 in Nürnberg: eine zentrale und allen voran politisch relevante Stadt für die NSDAP und das Deutsche Reich. Genau in diese Stadt der Reichsparteitage oder besser gesagt in ein kleines Kellerkabarett – eine Protest-Oase der lasziven Anti-Entartung – lädt die Grand-Dame des Körpertheaters, Julia Kempinsky, ihr Publikum ein, die Freiheit der Kunst zu zelebrieren.

Nur in der großen Kempinsky Abschieds-Revue ist man zum ersten Mal Teil der kompletten Show des gefeierten Jubiläumsstücks „Die Blechtänzerin“, das laut Nürnberger Nachrichten „mit komplexen, auf den Punkt choreografierten Schritten […] messerscharf zwischen Tragik und Vergnügen“ changiert. Getreu dem Motto und Songtext „It don’t mean a thing if it ain’t got that swing“ von Duke Ellington, einem der einflussreichsten amerikanischen Jazzmusiker, zeigt Madame Kempinsky gemeinsam mit ihren hochtalentierten jungen Sängerinnen und Tänzerinnen Maria Kempinsky und Rebecca Stern auf, was es heißt, die weibliche (Gesangs-)Stimme gegen Rassenideologie und Kunst-Zensur zu erheben. Hinzu kommt sinnliche Burlesque-Erotik und wildes Stepp-Staccato, getragen von der swingenden, improvisierfreudigen Musik vorwiegend afroamerikanischer und jüdischer Komponisten. Für humoristische Höhepunkte sorgt dabei Bertold Birnbaum, Conférencier der Show, der mit seiner unterhaltsamen Anti-NS Poesie gewaltig über das Regime und dessen Kunstverständnis herzieht.

Oder macht er, sowie die drei Darstellerinnen, dem Revue-Publikum nicht vielleicht auch
klar, wohin sich unsere künstlerische Freiheit in Zeiten von gegenwärtiger Radikalisierung
und Nationalisierung entwickeln könnte?


Frech, frivol, derb, nackte Tatsachen. Historisch und zugleich aktuell.