Bild: Die lange Brechtnacht
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Information zur Veranstaltung

„Verlass die Stadt / Die keine ist / Nimm meine Hand / Und führ mich weg / Aus meiner Stadt / An jenen Ort der mich vermisst“ singt die österreichische Liedermacherin Gustav aka Eva Jantschitsch und schlägt damit unmittelbar eine Brücke zum aktuellen Themenfeld des Brechtfestivals: das Leben in der Stadt. Anonymität, Isolation, die Reduktion des Menschen auf Funktionalität, Identitätssuche, urbane Konflikte, all dies spiegelt sich auch in der Musik und in den Texten der Künstler*innen der „Langen Brechtnacht“.

Das Format greift das Lebensgefühl der Städtebewohner*innen musikalisch auf und präsentiert ein Kaleidoskop an progressiver, künstlerisch relevanter Musik. Ob Gustavs Protestsongs in träumerischem Elektropop Gewand, Gisbert zu Knyphausens deutschsprachige Singer-Songwriter-Kunst, die feinen Zeilen von Dota, die federleichte futuristische Popmusik von Let's Eat Grandma aus England oder die urbane Mischung von Rap und Jazz der eigens für die „Lange Brechtnacht“ ins Leben gerufenen Formation „Städtebewohner“ – jeder Song, jede Nummer, jeder Titel bricht Festgefahrenes auf, wirft es über den Haufen und regt dazu an, die Trümmer zu etwas Neuem zusammenzubauen - ganz im Geiste Brechts.