Bild: Don Carlos - Schlosstheater Celle
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Information zur Veranstaltung

König Philipp II. von Spanien regiert über ein riesiges Reich, doch sein eigener Sohn Carlos meidet ihn, seit Elisabeth, die ihm zugesprochen war, nun die Frau seines Vaters ist. Nur dem Jugendfreund Marquis Posa öffnet Carlos sich, dieser aber interessiert sich mehr für die Befreiung unterdrückter Länder. In seinem Glauben an das Wohl der Menschheit versucht Posa sogar den König zur Erneuerung zu bewegen. Denn er öffnet Philipps Ohr, indem er den Menschen und nicht den autoritären Herrscher anspricht. Doch die Ideale, die in DON CARLOS verhandelt werden, scheitern am Narzissmus der Figuren, also an einem nur schwer reformierbaren Egoismus der Menschen.

Mit Don Carlos kommt ein Autor zu Wort, der an die Kraft der Worte, die versöhnende Kraft einer wohlgesetzten Rede und an die Chancen differenzierter Argumentation fern von Vorurteilen glaubt.

Schiller erhebt in Don Carlos die Freiheit und die Menschen-Liebe zur Maxime allen Handelns, auch wenn seine Helden sich aus dem Dickicht familiär-sozialer und höfischer Intrigen nicht befreien können. Er zeichnet dabei die Trennlinien zwischen Wirklichkeit und Ideal ebenso deutlich wie die Potentiale, durch die Visionen von einer freien Menschheit wahr werden könnten.

Schillers dramatisches Gedicht, das ihn von den ersten Entwürfen in seiner Jugend bis kurz vor seinem Tod begleitete, ist spannend wie ein Thriller. Seine Ideale wirken nach wie vor ansteckend.