Don Giovanni - Theater Trier
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Information zur Veranstaltung

Was ist Freiheit? Wo ist die Grenze? Ist es erst der Tod, der dem ewig getriebenen Verführer Grenzen aufzeigt? Don Giovanni ist ständig unterwegs auf der Suche nach neuen Liebesabenteuern, die feinsäuberlich auf einer Liste dokumentiert werden. Störungen duldet er nicht; er folgt unbeirrbar seinem Plan – und schreckt dabei auch nicht davor zurück, den Komtur zu töten, den Vater seines nächsten Ziels Donna Anna. Diese will sich mit ihrem Verlobten Don Ottavio rächen. Auch Donna Elvira sucht Rache, da sie von Don Giovanni sitzen gelassen wurde. Doch ihre Liebe bleibt groß. So groß, wie die Hoffnung, den Frevler zu ändern.

Derweil schreckt Giovanni 
nicht davor zurück, das Bauernmädchen Zerlina am Tage ihrer Hochzeit mit Masetto verführen zu wollen. Auf einem Maskenball, zu dem Giovanni alle einlädt, will er seine Liste der Eroberungen um Zerlina erweitern. Doch sie setzt sich zur Wehr. Der Wunsch nach Rache bleibt auch bei ihr und Masetto nicht aus. Und Don Giovannis ständiger Begleiter Leporello ist es leid, immerzu als Aufpasser, Handlanger und Fußabtreter benutzt zu werden. Aber für alle bleibt Don Giovanni unantastbar. Erst der steinerne Gast, die Statue des getöteten Komtur, führt sein Ende herbei. Bürgerliche Moralvorstellungen scheinen für den Libertin Giovanni längst überholt zu sein. Doch bleibt das Gewissen auch stumm, wenn es um Leben und Tod geht?

Das Existentielle, das Schreiten am Abgrund, all das ist in der tiefgründigen Musik Mozarts stets präsent, in deren Strudel man unweigerlich gerät. Man spürt den kraftvollen Sog des drohenden Untergangs, aus dem in sanften, beinahe einlullenden Melodien der Charme Don Giovannis Rettung zu versprechen scheint. Doch auch er wandelt am Abgrund. Seine Rolle als mythengleicher Verführer gerät in Gefahr, denn die Frauen beginnen, sich zu emanzipieren. Jede auf ihre eigene Art.