Tschechows Drei Schwestern ca. 2:30 Stunden Tickets - Coburg, Großes Haus

Event-Datum
Sonntag, den 31. März 2019
Beginn: 15:00 Uhr
Event-Ort
Schloßplatz 6,
96450 Coburg
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Landestheater Coburg (Kontakt)

Ermäßigungen Großes Haus*
Familienpassinhaber, Schüler, Studenten, Bundesfreiwilligendienstler, ALG I- und ALG II-Empfänger erhalten 50 % Ermäßigung auf den regulären Eintrittspreis.
Schwerbehinderte erhalten auch bei Premieren 50 % Ermäßigung auf den regulären Eintrittspreis; ab Merkmal „B" erhält die Begleitperson eine kostenfreie Eintrittskarte. Freikarte für Merkmal „B" nur buchbar an der Theaterkasse.

Gruppen-Tickets
25 % für Gruppen ab 25 Personen. Schülergruppen ab 20 Personen erhalten eine Ermäßigung von 70%, ebenso deren Begleitpersonen. Nur buchbar an der Theaterkasse.
Mehr Info)
Ticketpreise
von 10,00 EUR bis 26,00 EUR und Ermäßigungen
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Bild: Drei Schwestern - Landestheater Coburg
Per Olov Enquist | Deutsch von Angelika Gundlach

Anton Tschechow erzählt in seinem meist gespielten Stück von der vergeblichen Suche nach einem sinnerfüllten Leben. Immer träumten die drei Schwestern Olga, Mascha und Irina Prosorow davon, wieder nach Moskau, an den Ort ihrer Kindheit, zurückzukehren. Als ihr Vater als General das Kommando über ein Bataillon in einem Städtchen fernab von Moskau übernahm, zogen die Kinder mit ihm – ihre Mutter war da schon längst verstorben – in die Provinz. Olga, die älteste der drei Schwestern, wurde Lehrerin, ein Beruf, der sie nicht ausfüllt. Die mittlere der drei Schwestern, Mascha, verliebte sich in jungen Jahren in ihren Gymnasiallehrer Kolygin, doch die Liebe verflog und nun verharrt sie in einer unbefriedigenden Ehe. Für die jüngste der drei Schwestern, Irina, leuchtete die Welt an jenem fünften Mai, als alles anfing, in hellen Farben. Damals, genau ein Jahr nach dem Tod des Vaters, schien für sie der Moment zum Greifen nah für einen Aufbruch in ein neues Leben durch Arbeit oder die große, romantische Liebe. Und dann gab es noch ihren Bruder Andrej und seine Ambitionen auf eine Professur in Moskau.


Hochqualifiziert und voller Pläne scheitern alle vier Geschwister an ihrer eigenen Lebensunfähigkeit. Anton Tschechow begleitet die vier Geschwister über eine lange Zeitspanne: Als die Handlung einsetzt, ist die Jüngste gerade mal zwanzig Jahre alt und alle sind sie noch voller Hoffnung und Elan. Doch die Jahre machen sie mürbe und ihr Ruf „Nach Moskau, nach Moskau!“ wird zur leeren, mantrahaft wiederholten Beschwörungsformel. In seiner Nachdichtung „Tschechows Drei Schwestern“ denkt Per Olov Enquist die Geschichte der drei Schwestern vom Ende her. Was hat sie zurückgehalten? Warum haben sie ihre Wünsche und Sehnsüchte nie verwirklicht und den Moment verpasst, ihrem Leben eine andere Wendung zu geben.


Die in Coburg geborene Karin Drechsel, seit 1991 als freiberufliche Regisseurin u.a. in Hannover, Salzburg, Ulm und Frankfurt tätig und zugleich auch Dozentin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt und am Mozarteum in Salzburg, inszeniert „Tschechows Drei Schwestern“ am Landestheater Coburg.