Bild: Dresdner Sinfoniker
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Information zur Veranstaltung

Dresdner Sinfoniker
Aghet – ağıt

Zeynep Gedizlioğlu: Notes from the Silent One
Vache Sharafyan: Surgite Gloriae
Helmut Oehring: Massaker, hört ihr MASSAKER!

Dresdner Sinfoniker mit armenischen und türkischen Gästen sowie Mitgliedern des No Borders Orchestras, des Dresdner Kammerchors und AuditivVokal
Dirigent: Andrea Molino


Aghet - ağıt ist nach Hasretim und Dede Korkut der dritte und letzte Teil einer Trilogie, in der sich die Dresdner Sinfoniker ausgehend von der Geschichte und Kultur Anatoliens und der Kaukasusregion mit Vorstellungen von Herkunft und Identität beschäftigen. Eine Region, in der Transformation und Durchdringung von Orient und Okzident greifbar sind; eine Region, die sowohl Brücke zwischen den Kulturen als auch Schauplatz blutiger kultureller Konfrontationen war. Anlässlich des hundertsten Jahrestages des Völkermordes an den Armeniern initiieren die Dresdner Sinfoniker gemeinsam mit dem Komponisten und Gitarristen Marc Sinan ihr neues Konzertprojekt. Im Türkischen ist ağıt das Wort für Klagelied. Aghet – „Katastrophe“ – ist neben dem treffenderen Medz Yeghern – „großes Verbrechen“ – einer der Ausdrücke, die Armenier für jenes Verhängnis verwenden, das 1915 über sie hereinbrach. Gewidmet ist es Sinans Großmutter Vahide, einer Überlebenden des Genozids, bei dem 1,5 Millionen Menschen den Tod fanden.
Die Dresdner Sinfoniker wollen mit ihrem abendfüllenden Konzertprojekt ein Zeichen der Versöhnung setzen: Werke von Zeynep Gedizlioğlu (Türkei), Helmut Oehring (Deutschland) und Vache Sharafyans (Armenien) bilden den Mittelpunkt dieses außergewöhnlichen Erinnerungsprojektes. Die Dresdner Sinfoniker mit türkischen, armenischen und serbischen Gästen werden durch zwölf Sängerinnen des Dresdner Kammerchors und AuditivVokal sowie fünf internationalen Solisten unter der musikalischen Leitung von Andrea Molino ergänzt.

Eine Fotoausstellung zum hochaktuellen Thema Flucht und Vertreibung der Fotojournalisten Christoph Püschner und Frank Schultze begleitet die Aufführung.

Nach der Aufführung in HELLERAU wird die Produktion in Kooperation mit dem No Borders Orchestra in Belgrad, in der armenischen Hauptstadt Jerewan und in Istanbul aufgeführt. Mit dem politisch höchst brisanten Gastspiel in der kulturellen Hauptstadt der Türkei kehrt das Konzertprojekt aghet - ağıt dann an den point of departure des Völkermords zurück, der von offizieller türkischer Seite bis heute geleugnet wird.

Koproduktion von HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden, Dresdner Sinfoniker. In Kooperation mit RADIALSYSTEM V Berlin, Dresdner Kammerchor und AuditivVokal, No Borders Orchestra, National Chamber Orchestra of Armenia, Anadolu Kültür und Marc Sinan Company.

Gefördert durch das Creative Europe Programm der Europäischen Union, den Hauptstadtkulturfonds, die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, die Landeshauptstadt Dresden - Amt für Kultur und Denkmalschutz, die Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank und den Fonds Soziokultur