Durch Ekel fahr ich meinen Lebenskarren - Eine szenische Collage von Brigitte Döring zusammengestellt. PREMIERE am FR. 23.06. 20 Uhr!! Tickets - Fürth, Kofferfabrik

Event-Datum
Sonntag, den 01. Oktober 2017
Beginn: 19:30 Uhr
Event-Ort
Lange Straße 81,
90762 Fürth
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Kulturverein Kofferfabrik e.V. (Kontakt)

Ticketpreise
ab 11,00 EUR
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Bild: Durch Ekel fahr ich meinen Lebenskarren - Döring'sche Theaterwerkstatt
Wäre meine Lyrik als Ausdruck meiner Gesamtpersönlichkeit alles, was ich den Volksgenossen zu bieten hätte, dann hätte ich der Aufforderung, eine Selbstbiographie zu schreiben, in der Weise entsprochen, daß ich den Literaturhistorikern Gelegenheit gegeben hätte, mich zu klassifizieren: Geboren 6. April 1878 in Berlin; Kindheit, Jugend, Gymnasialbesuch in Lübeck; unverständige Lehrer, niemand, der die Besonderheit des Kindes erkannt hätte, infolgedessen: Widerspenstigkeit, Faulheit, Beschäftigung mit fremden Dingen. Frühzeitige Dichtversuche, die weder in der Schule noch im Elternhause Förderung finden - 1900 Apothekergehilfe an verschiedenen Orten, zuletzt in Berlin-1909 dauernder Wohnsitz in München; Kabarettätigkeit, Theaterkritik, schriftstellerische Tätigkeit. Freundschaftlicher Verkehr mit Frank Wedekind und vielen andern Dichtern und Künstlern. Drei Gedichtbände, vier Theaterstücke; 1911–14 Herausgeber der literarisch-revolutionären Monatsschrift »Kain. Zeitschrift für Menschlichkeit«. Seitdem in den Händen der konterrevolutionären bayerischen Staatsgewalt
Mit diesen Mitteilungen wäre meine Biographie erschöpft, wenn ich mein Leben allein in meinen literarischen Leistungen charakterisiert sähe. Aber ich betrachte meine schriftstellerische Arbeit, vor allem meine dichterischen Erzeugnisse, nur als das Archiv meiner seelischen Erlebnisse, als Teilausdruck meines Temperaments. Das Temperament eines Menschen ist die Summe der Stimmungen, die Hirn und Herz von den Ausströmungen der Umwelt empfangen. Das meinige ist revolutionär. Mein Werdegang und meine Lebenstätigkeit wurden bestimmt von dem Widerstand, den ich von Kindheit an den Einflüssen entgegensetzte, die sich mir in Erziehung und Entwicklung im privaten und gesellschaftlichen Leben aufzudrängen suchten. Die Abwehr dieser Einflüsse war von jeher der Inhalt meiner Arbeit und meiner Bestrebungen.“
geschrieben Festung Niederschönenfeld 1920
(die Besetzung steht noch nicht fest) Dramaturgie und Inszenierung: Brigitte Döring
Eintritt: VVK 10,- Euro/AK13,- Euro/ ermäßigt 8,- Euro (nur AK)
Bild: Kofferfabrik Fürth

Freies Kulturzentrum in Fürth auf dem alten Fabrikgelände einer ehemaligen Kofferfabrik. Kleinkunstbühne mit außergewöhnlichen Projekten, sowie jede Menge Konzerte, wie Blues, Klezmer, Weltmusik, Jazz, Ska, Latin und alles wofür woanders kein Platz mehr ist. Galerie mit ständig wechselnden Ausstellungen. Offene Bühne für Rockmusik und Poetryslam. Auch im Theater finden Projekte statt die woanders keinen Platz finden würden. Sonntags wechselnder Länderbrunch mit Frühstücksbuffet ab 10 Uhr. Und im CouchClub kann man oder auch frau lecker essen und/oder auch nur was trinken. Kult seit über 15 Jahren und Treffpunkt der (Sub)kulturszene aus Fürth und Nürnberg.

Kofferfabrik, Fürth