Effi Briest - TPT
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Information zur Veranstaltung

Effi Briest, 1896 erschienen, wurde zu Theodor Fontanes (1819-1898) größtem Erfolg und zu einem der wichtigsten Werke des Spätrealismus. Der Roman zeigt deutlich den vorhandenen Druck der gesellschaftlichen Konventionen, denen eine junge Frau Ende des 19. Jahrhunderts ausgesetzt war und in weiten Teilen der Welt heute noch ausgesetzt ist.

Caro Thum inszeniert den Roman für Theater&Philharmonie Thüringen in einer eigenen Fassung. Sie hat für Theater&Philharmonie Thüringen bereits Christa Wolfs Erzählung „Kassandra“ dramatisiert und erfolgreich auf die Bühne gebracht. Für Bühne und Kostüme ist Gesine Pitzer verantwortlich. In den Rollen: Effi Briest - Anne Diemer, Luise Briest/ Roswitha/ Sidonie - Mechthild Scrobanita, Briest/ Gieshübler - Peter Prautsch, Baron von Innstetten - Manuel Kressin, Major von Crampas - Ralph Jung, Hulda/ Tripelli/ Johanna - Christiane Nothofer Die Premiere ist am 15. März 18.00 Uhr im Landestheater Altenburg Großes Haus.

Effi, eine junge Frau aus, für die gesellschaftlichen Zusammenhänge ihrer Zeit, liberalen Verhältnissen, voll von Lebendigkeit, unaufwendiger Schönheit, Sinnlichkeit, einem nonkonformen Hang zum Abenteuer und großer Verachtung für Langeweile, heiratet, von ihrer Mutter zum gesellschaftlichen Ehrgeiz angespornt, den deutlich älteren Baron von Innstetten. Dieser widmet sich lieber seiner politischen Karriere als seiner jungen Ehefrau, die täglich mehr unter dem Druck ihrer repräsentativen Pflichten, an Langeweile und sinnlicher Verarmung leidet. Schließlich beginnt sie aus Einsamkeit und Sehnsucht nach Zärtlichkeit eine Affäre mit Major von Crampas. Als Innstetten Jahre später die längst vergangene Liebschaft seiner Frau entdeckt, muss Effi für den Ehebruch büßen: Sie wird von ihrem Mann verlassen, von ihrer Familie verstoßen und von der Gesellschaft mit Ausgrenzung bestraft. Als ihre Eltern schließlich einlenken, hat Effi längst ihren Lebenswillen verloren.

Caro Thum, geboren und aufgewachsen im Saarland, studierte Regie an der Hochschule für Musik und Theater Zürich. Es folgten Projektarbeiten zu den Themen "Schicksal" und "Angst" am Vorstadttheater Basel und am Theater Basel. Am Theater Basel inszenierte sie außerdem "Kabale und Liebe" und die deutschsprachige Erstaufführung von Dennis Kellys Stück „Kindersorgen“. Mit einer weiteren Kelly-Erstaufführung, „DNA“, wurde sie für den FAUST-Preis in der Kategorie beste Regie Kinder- und Jugendtheater nominiert. Eine weitere deutsche Erstaufführung von Dennis Kellys „Waisen“ folgte am Staatstheater Nürnberg. Seither inszenierte Caro Thum u.a. am Stadttheater Bern, dem Stadttheater Würzburg, Theater und Philharmonie Thüringen, dem Landestheater Neuss und dem Stadttheater Ingolstadt, wo sie mit der Produktion „Das Ende des Regens“ von A. Bowell bei den 30. Bayrischen Theatertagen 2013 in Nürnberg den Hauptpreis der Jury gewann.