Ein Bericht für eine Akademie Tickets - Berlin, Theater im Palais

Event-Datum
Freitag, den 25. August 2017
Beginn: 19:30 Uhr
Event-Ort
Am Festungsgraben 1,
10117 Berlin
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: THEATER IM PALAIS Berlin (Kontakt)

Ermäßigung gewähren wir Schülern, Studenten, Auszubildenden, Arbeitslosen** und Berlin-Pass-Inhabern** gegen Vorlage eines gültigen Ausweises.

**Gegen Vorlage des Sozialhilfe- (Berlin Ticket S) und des Personalausweises erhalten Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn nach Maßgabe vorhandener Plätze Karten zum Preis von 3 €. Dieses Angebot ist NICHT vorbestellbar. Ausgenommen sind Premieren, Sondervorstellungen und Silvester.

Begleitpersonen von Schwerbeschädigten (im Ausweis muss das Merkzeichen "B" stehen) erhalten freien Eintritt. Mehr Info)
Ticketpreise
von 20,90 EUR bis 24,20 EUR und Ermäßigungen
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Ein Bericht für eine Akademie

Bild: Ein Bericht für eine Akademie
Ein Bericht für eine Akademie von Franz Kafka
Solotheaterstück

Affe Guido Schmitt
Regie Hansdieter Heiter
Kostüm und Bühne Gabi Klinke
Maske Hasso von Hugo, Franzi Franz


Der Menschenaffe Rotpeter berichtet vor einem akademischen Publikum von seiner Vermenschlichung.

An sein äffisches Vorleben kann er sich kaum noch erinnern. Sein neues Leben beginnt nach der Gefangennahme in Afrika während der Schiffsüberfahrt nach Europa. Auf dem Schiff wird er in einen zu engen Käfig gepfercht und dient als Objekt geschmackloser und derber Späße.

Die gedemütigte Kreatur versucht, das Beste aus der misslichen Lage zu machen. Die Freiheit ist nicht wieder zu erlangen, so sucht er nach einem Ausweg, der ihn überleben lässt: Der Affe imitiert die menschliche Natur bis er schließlich – in einen Herrenanzug gewandet – Zeugnis ablegt von seinem Werdegang.

Die Geschichte ist eine Parabel auf die soziale Enge menschlicher Gesellschaft, den starken Wunsch nach Anerkennung und auf die Macht der Ausgrenzung. Hier werden Grundfragen aufgeworfen wie die Wahrung von Identität und das Scheitern der Integration durch Anpassung – das Jahrhunderte alte Dilemma.

In Vorbereitung auf das Stück war ich oft im Berliner Zoo. Dort habe ich verschiedene Menschenaffen studiert. Im Stück ist es ja der Affe, der den Menschen beobachtet und zu kopieren versucht, ich musste nun umgekehrt den Affen beobachten. Doch wenn ich in die Augen eines Tieres schaute, fragte ich mich oft: Wer beobachtet hier eigentlich wen?

Guido Schmitt

Auszug aus einer Kritik
Man wird konfrontiert „mit der Ausweglosigkeit seiner Situation. Dass er als ehemals „freier Affe“ nun gegen seine Affennatur kämpfen muss, um den Menschen ähnlich zu werden, ohne jemals ein vollwertiges Mitglied der sozialen Gruppe werden zu können, in die er sich begeben hat. Freiheit, Gefangenschaft, Flucht, Ausweg, Anerkennung, Ausgrenzung – das sind die Stichworte, mit denen das Stück arbeitet.

Guido Schmitt (Schauspieler):

Schauspielausbildung in Berlin – seit 1988 Engagements an verschiedenen Theatern in Berlin – Düsseldorf – Stendal – Heidelberg – Hamburg – Tournee-Theater im deutschsprachigen europäischen Raum – Sparten übertgreifende Engagements in Schauspiel und Musical – Filmschauspiel seit 1987 bei ARD-ZDF-RTL-SAT 1-KINO

Theater im Palais, Berlin