Ein Deutsches Requiem von Johannes Brahms - Chorkonzert, Sinfoniekonzert Tickets - Wetzlar - Niedergirmes, kath. Kirche St Walburgis

Event-Datum
Mittwoch, den 15. November 2017
Beginn: 20:00 Uhr
Event-Ort
Gutleutstraße 3,
35576 Wetzlar - Niedergirmes
Sonstige Ticket-Info
Veranstalter: Wetzlarer Singakademie e.V. (Kontakt)

Ermäßigt sind Senioren und Schwerbehinderte. Schüler und Studenten bekommen freien Eintritt.
Ticketpreise
ab 23,00 EUR und Ermäßigungen
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Ein Deutsches Requiem von Johannes Brahms - Chorkonzert, Sinfoniekonzert

Bild: Ein Deutsches Requiem von Johannes Brahms - Chorkonzert, Sinfoniekonzert
Im Zentrum des Werks steht die Fürsorge für die Hinterbliebenen in ihrer Trauer und ihre Tröstung und nicht, wie der Titel Deutsches Requiem vermuten lassen könnte, die deutsche Übersetzung der lateinischen Totenmesse mit der plastische Schilderung von Tod, Jüngstem Gericht und Höllenqualen. Brahms Idee einer freien Zusammenstellung von Bibeltexten war im 19. Jahrhundert revolutionär. In den sieben Sätzen des Requiem entwickelte er mit Bibelworten und -bildern einen bewundernswert zwingenden Gedankengang von unübertroffener Prägnanz und Ausdruckskraft: Von der Seligpreisung der Leidenden führt der Weg über Betrachtungen der Hinfälligkeit des Daseins, des Todesrätsels und der Verheißung der Auferstehung hin zur Seligpreisung der Toten. Dabei wird eine Zweiteilung des Requiems erkennbar: In den Sätzen 1-3 geht es überwiegend um die Trauer über die Vergänglichkeit des menschlichen Daseins, um Todes- und Vernichtungsangst. In den Sätzen 5-7 überwiegen der Gedanke an Trost, die Verwandlung von Trauer und Ausweglosigkeit in Zuversicht und die Gewissheit, dass der Tod zu besiegen ist und hinter ihm ewiges Leben warte. Der vierte Satz, „Wie lieblich sind Deine Wohnungen, Herr Zebaoth!“, bildet einen idyllischen Ruhepunkt in der Mitte des Werkes. Es ist erstaunlich, wie Brahms in seiner Komposition mit tiefreligiösem Gehalt alles Konfessionelle zugunsten einer tieferen, metaphysischen Aussage vermeidet und dabei so weit geht, Jesus Christus nicht ein einziges Mal beim Namen zu nennen. Das Werk ist auch musikalisch zentral im gesamten Schaffen Brahms: Mit der Erfindungskraft, der großen Anlage, der Arbeit mit Traditionen aus Barock und Klassik und dem sparsamen Einsatz der Mittel, die seine späteren Werke der Orchester- und Kammermusik auszeichnet, bringt Brahms alles vorher intensiv Erlernte und Eingeübte (z.B. die Motettenkunst oder den Kontrapunkt) in reichem Maße ein. Hinzu kommt die herausragende Rolle des Chores, die an Bedeutung fast alle Oratorien jener Zeit übertrifft, und die meisterhafte Instrumentation, die jedem Satz eine eigene Farbe verleiht. Die erste Aufführung des Deutschen Requiem in sieben Sätzen fand nach fast zehn Jahren Entstehungszeit am 18. Februar 1869 im Gewandhaus zu Leipzig statt und brachte Brahms als Komponisten im gesamten deutschsprachigen Raum den Durchbruch. Es ist bis heute eine seiner populärsten und am häufigsten aufgeführten Kompositionen. Clara Schumann, Ehefrau des Komponisten Robert Schumann und enge Vertraute von Brahms, äußerte über das Werk „Es ist ein ganz gewaltiges Stück, ergreift den ganzen Menschen in einer Weise wie wenig anderes. Der tiefe Ernst, vereint mit allem Zauber der Poesie, wirkt wunderbar, erschütternd und besänftigend.“ Eintrittskarten zu dem Konzert unter der musikalischen Leitung von Jan Hoffman und in Kooperation mit dem Stadttheater Gießen sowie des Gießener Konzertvereins können für 23 Euro (ermäßigt 20 Euro) an allen bekannten Vorverkaufsstellen und im Internet unter www.ad-ticket.de erworben werden.

kath. Kirche St Walburgis, Wetzlar - Niedergirmes