Bild: Ein Herz und eine Seele - Kulturhaus Stadtgarten Stadt NeuruppinBild: Ein Herz und eine Seele - Kulturhaus Stadtgarten Stadt Neuruppin
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Information zur Veranstaltung

Familienoberhaupt Alfred Tetzlaff ist ein Ekel. Er mag keine Ausländer, niemanden aus der „Ostzone“, schon gar nicht die rote Regierung und nichts, was neu ist. „Pizza! Weiß doch kein Mensch, woraus die besteht. Da wird so ein Stück Kuhfladen ausgerollt, dann kommt ein Klecks Tomatensoße drauf und das Ganze kostet dann fünf Mark. Und schmecken tut’s wie toter Frisör.“ Er politisiert mit Vorliebe, besonders mit seinem Schwiegersohn, einem „kommunistischen Drecksack“. Seine überaus naive Ehefrau Else nennt er gern liebevoll „du dussliche Kuh“ und seine Tochter ist sowieso „missraten“. In den am Donnerstag, dem 18. Oktober vom Ensemble der Uckermärkischen Bühnen gespielten Folgen, erklärt Alfred erstmals im Kulturhaus Neuruppin wie er die Welt sieht.

In Tetzlaffs Wohnzimmer entbrennt zunächst ein Kampf ums Fernsehen. Und als der Fernseher kaputt geht, will Alfred ihn natürlich auch selbst reparieren. Er verursacht prompt einen Kurzschluss, da er sich weigert, wenigstens den Stecker zu ziehen. Nebenbei stimmt er ein Hohelied auf seine Springer-Zeitung an und klärt uns über die Spitzeltätigkeit von Walter Ulbricht für den BND und die CIA auf.

In der zweiten Folge hat Else ein Paket für den Nachbarn angenommen. Als Alfred den Namen des Empfängers liest, ist er schockiert: M. Ahmed ben Jussuf! Man weiß doch, was sich diese Orientalen gegenseitig in Paketen schicken. Für Alfred ist sofort klar: In dem Paket ist eine Bombe! Erst wirft er es aus dem Fenster, dann ruft er die Polizei, die sich jedoch weigert, es zu öffnen. Als der Empfänger es abholt, stellt sich heraus, dass es sich bloß um ein Spielzeug handelt. Am Schluss kommt es trotzdem zu einem gewaltigen Knall.