Bild: Ein Sklavenball
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Information zur Veranstaltung

Liebesgeschichte, Komödie, Tragödie, Satire, Maskenspiel … das alles ist Ödön von Horvàths letztes und eher unbekanntes Bühnenstück EIN SKLAVENBALL.

Die Handlung spielt innerhalb von 24 Stunden. Der punische Bankier, K.R. Thago, reist mit seiner Tochter, Idiotima, und deren Gatten, Gloriosus, nach Kreta, um dort den Urlaub zu verbringen. Toxilus, der Oberkammersklave, verfügt über die Aufsicht der Sklaven und die Villa. Er möchte die Hetäre, Lemniselenis, freikaufen, weil er sie liebt. Doch dies bleibt ihm erspart, weil am nächsten Tag die Nachricht überbracht wird, dass das Schiff der Herrschaft versunken ist. Von diesem Zeitpunkt an sind alle Sklaven der Villa frei und dies wird in Form einer Ballveranstaltung gefeiert. Und spielt die Geschichte auch in der griechischen Antike, so verbirgt sich doch hinter den Sklaven-, und Herrschermasken niemand anderes als der heutige Mensch. Horváth lässt die Dinge nirgends ruhen, er hält sie in steter Bewegung.

"Freiheit schöner Götterfunken – die Döring’sche Theaterwerkstatt überzeugt mit Horvaths "Sklavenball" …. Zeit und Ort erlauben es, dass sämtliche Protagonisten Masken tragen…. weiße ausdruckslose Masken, wobei die Herren Vollmasken, die Sklaven nur Halbmasken tragen.. dieser Kunstgriff erlaubt den Sklaven mehr Freiheit zur Mimik und verleiht ihnen mehr Menschlichkeit als ihrer Herrschaft. .. Brigitte Dörings Inszenierung arbeitet mit so einfachen, wie überzeugenden Mitteln. Sämtliche Sklaven bewegen sich… in einem begrenzten Aktionsradius, behindert durch lange Leinen an Hand oder Fuß. … Doch die Sklaven haben gelernt, ihren Aktionsradius zu nutzen und mal diesen mal jenen Partner in den Kreis zu ziehen… " (FN Reinhard Kalb) Ein Sklavenball an dessen Ende die Frage steht: »Sagt, Götter, was habt Ihr vor mit meiner Welt?!«